Wörth Bruno König singt immer und überall

Bruno König freut sich auf gemeinsame Singstunden.
Bruno König freut sich auf gemeinsame Singstunden.

Seit 60 Jahren ist Bruno König im Gesangverein Concordia aktiv. Der zweite Tenor hat zwei Lieblingslieder.

„Ich freue mich schon, wenn es endlich wieder mit dem Gesang im Chor weitergeht. Das fehlt mir sehr, es gehört einfach zu meinem Leben“, erzählt Bruno König im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Er wurde vom Vorsitzenden des MGV Concordia Wörth, Jürgen Herbst für 60 Jahre aktives Singen geehrt. „Ich habe schon als Jugendlicher gerne gesungen“, sagt König. Deshalb sei er 1960 mit 16 Jahren zusammen mit Kumpels in den Gesangverein Concordia eingetreten. Sein Vater war Sänger im Gesangverein Lyra, „hatte aber nichts dagegen, dass ich in einem anderen Verein singe“, sagt der 78-jährige in Wörth geborene Sänger – bekannt in Altwörth unter dem Spitznamen „Goggog“.

Fast alle Lieder bekannt

Der gelernte Maler, der bis heute immer im zweiten Tenor singt, nennt als seine zwei Lieblingslieder „Preis dir o Herr“ und auch „Die Rose“. „Aber eigentlich singe ich alle mir bekannten Lieder gerne.“ Und das sind nicht wenige. „Ich glaube, es gibt kaum ein Lied, das ich nicht kenne“, meint König und gibt eine Kostprobe aus seinem Repertoire. Mit den englischen Liedern sei das so eine Sache, da würde er „nur eine 3+ als Note“ erhalten. „Natürlich habe ich auch schon bei der Arbeit immer gerne gesungen“, sagt er. Seinem Chef habe er öfters vorgesungen. Auch bei einer Malerarbeit im Krankenhaus „habe ich bei einer bestimmten Farbgebung dem Professor das dazu passende Lied gesungen“, lacht König.

Träger der Vereinsfahne

Egal, wo er sich in seinem Haus oder Garten befindet, gerne trällert er vor sich hin. „Er hat mir selbst im Bett schon manches Lied vorgesungen“, wirft Ehefrau Gisela ein, mit der er 57 Jahre verheiratet ist. „In den Singstunden habe ich kaum gefehlt – manche Jahre hatte ich keine einzige Fehlstunde“, sagt er stolz und verweist auf seine vielen Weingläser, die er dafür erworben hat. Viele Jahre war König bei Beerdigungen und Festen der Fahnenträger seines Gesangvereins. Zudem war er auch im Ausschuss tätig und bei allen Veranstaltungen als Helfer aktiv dabei.

In jüngeren Jahren hat er auch gerne gemalt und präsentiert zwei seiner damaligen Porträtzeichnungen. „Da hatte ich im Zeugnis immer die Note 1“, betont er. Der Vater von drei Töchtern und Opa von fünf Enkeln geht gerne seinen Hobbys Garten und Angeln nach. Und wenn jemand an Anekdoten und Erzählungen aus Altwörth und dem Vereinsgeschehen interessiert ist, dann ist er bei Bruno König in besten Händen.

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