Kandel Briefmarken: Großtauschtag mit Sammlern und Händlern aus der Region
Stolz darauf, einem so rührigen und aktiven Verein vorstehen zu können, ist Ben Stoner. Der gebürtige Engländer, der in Berg wohnt, leitet seit zwei Jahren bereits den „Verein der Briefmarkenfreunde“, die bei weitem nicht nur aus Kandel kommen. Schon im Vereinsnamen steht der Bezug auf „Kandel und Umgebung“, und tatsächlich kommen die Philatelisten aus der gesamten Südpfalz.
75 Mitglieder zählt der Verein im Moment, und gut ein Drittel von ihnen trifft sich zu den monatlich stattfindenden Tauschtagen, die seit Jahren im Bürgerhaus Minderslachen stattfinden. Jeweils am letzten Sonntag eines Monats von 9 bis 12 Uhr. Zu den Höhepunkten des Vereinsjahres zählt aber der Großtauschtag, zu dem die Briefmarkenfreunde einmal im Jahr einladen.
Am Sonntag, 30. November, von 9 bis 16 Uhr, ist es wieder soweit. Dieser Tag wird von langer Hand vorbereitet, schließlich treffen sich Sammler, nicht nur von Briefmarken, sondern auch von Münzen oder Ansichtskarten, nicht nur aus der Region in der Kandeler Bienwaldhalle. Und auch einige Ehrengäste werden erwartet, wie Pressereferent Udo Loreth im Gespräch mit der RHEINPFALZ andeutete. Zu 90 Prozent sei schon jetzt alles vorbereitet, sagt Ben Stoner. Er rechnet damit, dass mehr als 60 Tische eng belegt werden, von Sammlern, aber auch von Händlern, die ebenfalls vertreten sind. Er freut sich vor allem auch darauf, dass Philatelisten aus dem Elsass zugesagt haben. Die weite Anreise scheuen auch nicht Sammler aus Pforzheim oder Mannheim. Viele kommen aus Karlsruhe, natürlich auch aus der ganzen Südpfalz. Der Großtauschtag in Kandel sei wohl ein Geheimtipp, meint Stoner, und so treffen sich Experten für Zackiges, Numismatiker und vor allem historisch interessierte Sammler. Sie bringen in schwerem Gepäck ihre gesammelten Schätze mit und präsentieren diese in der Bienwaldhalle.
Wie auch bei den allgemeinen Tauschtagen stehen Experten bereit, die gerne Fragen beantworten. Denn auch dieser Kandeler Verein freut sich natürlich über neue Gesichter, wie Ben Stoner anmerkt. |fh