Kreis Germersheim Brücken in die Gesellschaft bauen

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Menschen mit Migrationshintergrund für gesellschaftliches und kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen, ist ein Beweggrund für Ziya Yüksel, sich im Beirat für Migration und Integration zu engagieren. Am 23. November wird im Kreis ein neuer Beirat gewählt. Yüksel bilanzierte die vergangenen fünf Jahre in der Kreistagssitzung.

In seinem Vortrag streifte Yüksel Aktivitäten des Beirats. Die reichen von der praktischen Unterstützung von Migranten in der deutschen Bürokratie über Bildungs- und Ausbildungsinformationen bis zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Universität Germersheim in Sachen Integration. „Es ist uns immer wieder gelungen, Brücken zu bauen“, fasst Yüksel zusammen. Die Hauptaufgabe des 15-köpfigen Beirates ist die Interessenvertretung der zugewanderten Bevölkerung im Landkreis Germersheim. Wobei für Yüksel die fortlaufende Weiterentwicklung des Integrationsprozesses im Mittelpunkt steht, ohne allerdings die Starthilfe zu vernachlässigen. Yüksel bedauert deshalb, dass in Wörth auf Stadtebene mangels Kandidaten kein Beirat mehr zustande kommt. Erstmals ein Beirat für Migration und Integration wird am 23. November in Jockgrim gewählt. Zurzeit arbeiten Beiräte in Wörth, Germersheim und auf Kreisebene. Der Kommunalpolitik auf Kreisebene bescheinigte Yüksel im Großen und Ganzen eine gute Zusammenarbeit und Unterstützung des Beirates. Er sparte allerdings auch nicht mit Kritik. Bei der Beiratsinitiative zum Kommunalwahlrecht für Nicht-EU-Bürger (z. B. Türken) hätten viele der dazu schriftlich befragten Bürgermeister gar nicht erst geantwortet. Dabei betreffe diese Frage etwa 7000 Menschen im Landkreis. (tom)

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