Kreis Germersheim Brücke am Dohlgraben bekommt klappbares Geländer

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„Wir haben extra einen Weihnachtsbaum aufgestellt, damit die Sitzung friedlich verläuft“, sagte Ortsbürgermeister Roland Bellaire (CDU) zu Beginn der Ratssitzung. Mit dem Frieden war es allerdings schnell vorbei, denn die geplante Durchströmungsverbesserung des Schlutensystems im Rheinvorland zwischen Wörth und Leimersheim rief unter den Ratsmitgliedern teils heftigen Unmut hervor.

Laut der vorgestellten Machbarkeitsstudie sollen die Kosten der gesamten Maßnahme bei etwa fünf Millionen Euro liegen. Getragen werden diese zu 90 Prozent vom Land, die restlichen zehn Prozent entfallen auf die Stadt Wörth sowie die Ortsgemeinden Leimersheim und Neupotz, auf deren Gemarkungen die Arbeiten anstehen. Unter dem Strich bliebe für Neupotz ein Kostenanteil von etwa 80 000 Euro übrig. Damit waren die meisten der Räte nicht einverstanden und kritisierten deshalb die Vertreter der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) und des Landkreises teilweise scharf. „Wieso muss immer Neupotz zahlen?“, schimpfte Christoph Heid (FWG). Man könne seiner Ansicht nach solche Maßnahmen genauso gut in anderen Orten durchführen. Dem Widersprach Georg Roth, Leiter des Fachbereichs Umwelt der Kreisverwaltung Germersheim. Im Rheinverlauf gebe es keine andere Fläche, auf der ein derart langes, zusammenhängendes Schlutensystem, nämlich gut acht Kilometer, hergestellt werden könne. „Das ist ja alles recht und schön, anhand von den sechs vorgestellten Folien können wir uns aber kein konkretes Bild von der Maßnahme machen“, sagte Christian Hammer (CDU). Seitens der SGD beziehungsweise des Landkreises müsse schon noch mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden. Etwas harmonischer verlief die Debatte über einen Antrag der CDU-Fraktion, wonach Bürgermeister Bellaire jemanden mit der Gestaltung einer Postkarte von Neupotz beauftragen solle. „Unsere Gäste machen so Werbung für unser Dorf“, sagte Hammer. Der Vorschlag stieß größtenteils auf Zustimmung, so sprach beispielsweise Irmgard Hoffmann (SPD) von „einer tollen Idee“. Ein entsprechender Beschluss wurde dennoch nicht gefasst, das Thema wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Ortsgestaltung auf der Tagesordnung stehen. Gute Nachrichten gibt es in Sachen Sanierung der Brücke am Dohlgraben, dort kann nämlich gegenüber der bisherigen Planung Geld eingespart werden. Im Zuge der Instandsetzung der kleinen Wasserquerung muss dort ein Geländer angebracht werden. Dadurch sei die Fahrbahn vor allem für Mähdrescher zu schmal, weshalb laut Bellaire eine Verbreiterung vom Planungsbüro vorgeschlagen wurde. Der Gemeinderat entschied sich jetzt aber einstimmig für das Anbringen eines abklappbaren Geländers. Eine Verbreiterung wird somit hinfällig, gleichzeitig ist diese Variante um rund 3000 Euro günstiger. (cde)

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