Kreis Germersheim Berufsbildende Schule plant vier neue Bildungsgänge
Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen an der Berufsbildenden Schule Germersheim/Wörth vier neue Fachrichtungen eingerichtet werden. Das teilten Landrat Fritz Brechtel und Schulleiter Alexander Ott Ende 2022 mit.
Um die „Industrie 4.0 Anlage“ (Smart Factory) noch besser nutzen zu können, soll eine neue Fachschule im Bereich Technik, Fachrichtung Automatisierungstechnik mit dem Schwerpunkt Produktionsautomatisierung das bestehende Fachschulangebot am Standort Wörth ergänzen. Die Absolventen verlassen die Fachschule als staatlich geprüfte Techniker/Bachelor Professional und sollen dem Fachkräftemangel in der Region in diesem Bereich entgegenwirken.
Weiterhin wurde beim Bildungsministerium bereits der neue, drei Jahre dauernde Ausbildungsberuf Kaufleute für Digitalisierungsmanagement am Standort Germersheim beantragt. Hier könnte laut Ott der Start bereits im kommenden Schuljahr 2023/24 sein.
Neben der Wirtschaft stehen auch die Bereiche Soziales und Gesundheit im Fokus. Am Standort Wörth soll daher eine Höhere Berufsfachschule Sozialassistenz angeboten werden. In diesem zweijährigen Bildungsgang werden Grundlagen für die spätere Fachschulausbildung, so im Bildungsgang Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege gelegt. Optional kann dieser Bildungsgang bei entsprechenden Leistungen auch zur Fachhochschulreife führen. Vermutlich werden dieser Bildungsgang und die Fachschule im Bereich Technik ab dem Schuljahr 2024/25 an den Start gehen können.
Als Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz soll außerdem die einjährige Ausbildung zur Pflegehelferin beziehungsweise zum Pflegehelfer beantragt werden. Im Zuge der generalisierten Pflegeausbildung werden die bisherigen einjährigen Berufe in den Bereichen Altenpflegehilfe und Krankenpflegehilfe in diesem neuen Berufsbild zusammengefasst. Wie lange das Verfahren bis zu einer möglichen Genehmigung dauert, ist offen.