Wörth
Bei Bau des Batteriegroßspeichers ist Geduld gefragt
Nachdem Johannes Rodenbücher, Projektentwickler der Kyon Energy Solutions GmbH, bereits den Ortsbeirat Maximiliansau vom Bau eines Batteriegroßspeichers südliche des Umspannwerks überzeugen konnte, gelang ihm dies auch mit dem Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität der Stadt Wörth. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für den Bau der Anlage aus. Das letzte Wort auf kommunalpolitischer Ebene hat der Stadtrat. Wann bei diesem das Thema auf die Tagesordnung kommt, ist noch offen. „Es ist noch zu früh, um über Details zu sprechen. Wir sind noch in einem frühen Stadium der Planungen“, sagt Rodenbücher auf Nachfrage. Zwar sei sein Unternehmen nach wie vor daran interessiert, so schnell wie möglich zu bauen, aber noch seien viele Fragen offen, auch rechtliche. Deshalb sei es unmöglich, einen Zeitpunkt für den Baubeginn zu nennen.
Gebaut werden soll auf einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft des Umspannwerks in Maximiliansau. Das Grundstück gehört zwar der Stadt, ist derzeit aber verpachtet. Der Pächter ist bereits informiert. Die Stadt ist bereit, das Grundstück in Form eines Erbbaurechts an Kyon Energy zu verpachten. Im Ortsbeirat war noch die Rede davon, dass der aus mehreren Modulen bestehende Batteriegroßspeicher eine Gesamtleistung von 100 Megawatt haben soll. Das wird möglicherweise nicht klappen. Grund ist der Ausbau des Umspannwerks. Über das von Kyon Energy begehrte Grundstück würden dann Hochspannungsleitungen führen. „Und unter den Leitungen dürfen wir nicht bauen“, erläuterte Rodenbücher den Ausschussmitgliedern die Vorgaben. Wie viel Megawatt der Speicher nun tatsächlich haben wird, ist offen. „Wir wissen es aktuell noch nicht“, so Rodenbücher. Auch ist noch nicht klar, wie viel in das Projekt investiert werden muss.
Lärmgutachten wird erstellt
Zu den Themenbereichen Lärmschutz und Brandschutz hatten die Ausschussmitglieder die meisten Fragen. In Maximiliansau gebe es immer wieder Beschwerden über den Lärm, der vom Umspannwerk ausgehe, sagte Egon Förster (CDU). Das Umspannwerk der Pfalzwerke ist nur wenige Meter von der Ortsgrenze und damit der Wohnbebauung entfernt. Ob durch den Batteriegroßspeicher zusätzliche Lärmimmissionen zu erwarten sind, wollte Förster wissen.
Das Grundstück, auf dem der Batteriespeicher gebaut werden soll, sei weiter von Ortsgrenze entfernt als das Umspannwerk, gab Ausschussvorsitzender Thomas Krämer (Grüne) zu bedenken. „Wir werden ein Lärmgutachten erstellen lassen. Sollte es wider Erwarten Probleme geben, werden wir Lösungen finden“, versprach Rodenbücher.
Feuerwehr bei Planungen mit ihm Boot
„Beim Brandschutz arbeiten wir mit einem externen Sachverständigen zusammen“, kündigte Rodenbücher an. Die Ausschussmitglieder forderten, dass auch die örtliche Feuerwehr bei der Planung mit einbezogen werden soll. Die Feuerwehr sei mit ihm Boot, sagte Krämer.
Die Zufahrten zu den Containern mit den Speichermodulen sollen mindestens fünf Meter breit sein, sodass Feuerwehrfahrzeuge alle Bereiche des eingezäunten Geländes erreichen können. Voraussichtlich sollen die Container jeweils mit einer Gaslöschanlage ausgestattet werden. Gerät ein Container in Brand, ist es nicht die Aufgabe der Feuerwehr, diesen zu löschen, so Rodenbücher. Vielmehr sollte die Feuerwehr den Container kontrolliert abbrennen lassen und ein Übergreifen auf andere Container verhindern. Die Container sollen einen Betonunterbau erhalten, mögliches Löschwasser solle aufgefangen werden, kündigte Rodenbücher an.