Wörth
Badepark: In Technikraum Chlorgas ausgetreten
Bei einer routinemäßigen Sichtkontrolle aller Anlagenteile entdeckte die Betriebsleiterin des Badeparks Wörth, Tanja Gerloff, am Donnerstagmorgen einen Austritt von Chlorgas an einem Behälter im Chlorgasraum. Die geringfügig erhöhte Chlorgaskonzentration lag laut Werkleiter Georg Werling deutlich unterhalb des Grenzwertes zur Aktivierung des Chlorgas-Warngeräts. Unter Nutzung von Atemschutzgeräten wurde geprüft und dabei festgestellt, dass eine Ventilmutter minimal undicht war. Dieses Problem konnte nicht vor Ort behoben werden. Über den Lieferanten des Chlorgases konnte ein gasdichter Behälter zur Verfügung gestellt werden, ein sogenanntes Haverie-Fass. Dieses dient der Bergung von leck geschlagenen Gasbehältern. Nach Wörth wurde dieses von der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern gebracht. Der Badebetrieb ging uneingeschränkt weiter, für die Besucher bestand keinerlei Gefahr.
Die Freiwillige Feuerwehr Wörth war ab etwa 10.30 Uhr im Einsatz und sperrte den Bereich um den Chlorgasraum großflächig ab. Deren Messungen in diesem Bereich ergaben keine erhöhten Werte. Nur direkt am Ventil des Chlorgas-Behälters wurde ein erhöhter Wert festgestellt, meldete die Feuerwehr aus Wörth. Durch einen Feuerwehr-Trupp mit entsprechender Schutzausrüstung konnte das Fass geborgen und verladen werden. Insgesamt dauerte der Einsatz für die Wörther Feuerwehr fünfeinhalb Stunden. Unterstützt und gesichert wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr durch die Schnelleinsatzgruppe Sanität des Landkreises Germersheim mit einem Rettungswagen.
Der Badepark Wörth ist das größte Freibad der Region und zieht Besucher auch aus weiterer Entfernung an. Am Donnerstag besuchten laut Werling 3197 zahlende Gäste den Badepark. Bereits am Donnerstagmorgen war die Freizeitanlage aufgrund des Feiertages und der Wetterlage sehr gut besucht. Die Beckenwasserqualität war entsprechend den rechtlichen Grenzwerten jederzeit garantiert, so die Stadtwerke Wörth.