Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeisterwahl: Marcus Schaile im Amt bestätigt (Bildergalerie)

Marcus Schaile kann seine dritte Amtszeit 2026 beginnen und freut sich über die Zustimmung von 89,7 Prozent.
Marcus Schaile kann seine dritte Amtszeit 2026 beginnen und freut sich über die Zustimmung von 89,7 Prozent.

Nur wenige Germersheimer hat es zur Wahlurne gezogen. Amtsinhaber Marcus Schaile (CDU) trat ohne Gegenkandidaten an – und ist mit 3311 Ja-Stimmen wiedergewählt.

Schon vor der Wahl war Wahlleiter Sascha Hofmann und Bürgermeister Marcus Schaile bewusst, dass es keine hohe Wahlbeteiligung geben wird. Amtsinhaber Schaile, der zum dritten Mal antrat, diesmal jedoch ohne Gegenkandidaten das Amt verteidigen musste, hoffte Ende vergangener Woche noch auf eine Wahlbeteiligung von bis zu 30 Prozent. Diese wurde mit 27,0 Prozent der Stimmen nicht erreicht. Schaile ist dennoch froh über das Ergebnis und findet „die Zustimmung von 89,7 Prozent gigantisch“. Bei den beiden vorangegangenen Bürgermeisterwahlen hatte Schaile jeweils zwei Gegenkandidaten. Die Zustimmung damals lag mit fast 79 und knapp 75 Prozent niedriger.

Leere Wahlkabinen gab es viele. Was angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung nicht verwundert.
Leere Wahlkabinen gab es viele. Was angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung nicht verwundert.

21 Stimmen ungültig

10,4 Prozent der Wähler stimmten bei dieser Wahl mit Nein. In absoluten Zahlen ausgedrückt: 3311 Stimmen für Amtsinhaber Schaile, 384 Stimmen gegen ihn – bei 3695 gültigen Stimmen von 13.749 Wahlberechtigten. 21 Stimmen (0,6 Prozent) waren ungültig. Soweit das vorläufige amtliche Endergebnis am Wahlabend.

Im Stadtteil Sondernheim lag die Wahlbeteiligung bei rund 36 Prozent.
Im Stadtteil Sondernheim lag die Wahlbeteiligung bei rund 36 Prozent.

Wahl läuft schleppend

Schon recht früh zeichnete sich ab, dass die Germersheimer am Wahlsonntag lieber etwas anderes unternehmen als zur Wahlurne zu schreiten. Bei einem Besuch in der Tullahalle in Sondernheim, wo vier Wahlbezirke gewählt wurden, lag die Wahlbeteiligung am Sonntagmorgen in drei Bezirken weit hinter einer normalen Bürgermeisterwahl zurück. Ähnlich sah es am Nachmittag in den Germersheimer Wahllokalen aus. Rechnet man die Briefwähler hinzu, die diesmal in den einzelnen Stimmbezirken ausgezählt werden, so kam man in einem Wahllokal auf knapp 28 Prozent Wahlbeteiligung – kurz nach 14 Uhr. Die Wahlbeteiligung insgesamt lag laut Wahlleiter Sascha Hofmann zu dieser Zeit bei 22 Prozent. Von den knapp 2000 angeforderten Briefwahlunterlagen „gab es zirka 1650 Rückläufer“, so Hofmann weiter.

Immer mehr Freunde kommen ins Stadthaus, um dem Amtsinhaber zu gratulieren.
Immer mehr Freunde kommen ins Stadthaus, um dem Amtsinhaber zu gratulieren.

141 Wahlhelfer

Auch am Nachmittag zog sich angesichts der Wahlbeteiligung die Wahl hin. So nutzen Wahlhelfer, die nicht mit ihrem Mobiltelefon beschäftigt waren, die Zeit für persönliche Hobbys, wie Handarbeit. Schließlich mussten die Stunden bis zur Schließung der Wahllokale überbrückt werden. Insgesamt sorgten 141 Wahlhelfer in den 13 Wahllokalen Germersheims und Sondernheims für einen reibungslosen Ablauf der Wahl. Darüber hinaus gab es noch ein paar Mitarbeiter auf Abruf, so dass es gut 160 Helfer waren, sagt Hofmann.

Viele Umarmungen folgen noch an dem Abend.
Viele Umarmungen folgen noch an dem Abend.

Viele Sondernheimer Wähler

Besonders in Sondernheim erhielt Marcus Schaile viel Zustimmung. Im Stadtteil lag die Wahlbeteiligung „bei rund 36 Prozent“, freut sich der 62-Jährige. Mit dem Wahlergebnis „bin ich super zufrieden“, so Schaile weiter. „Ich habe über 1000 Hausbesuche gemacht“, sagt Schaile. Bei vielen habe er klarstellen müssen, dass es eine richtige Wahl sei und die Menschen auch aufgefordert wählen zu gehen. Immer mehr Freunde trudeln ins Stadthaus ein und wollen gratulieren. Marcus Schaile freut sich sichtlich über den Zuspruch, schüttelt viele Hände, wird umarmt. Im Amtszimmer, in dem auch die Familie auf ihn wartet, wird am Abend noch etwas gefeiert.

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