Kreis Germersheim Bürger gegen rechte Attacken
Mit so viel Gegenwind am Demonstrationsweg hatte das rechte „Frauenbündnis Kandel“ am Samstag offensichtlich nicht gerechnet. Zumindest ließen sich einige Teilnehmer zu Attacken gegen Anwohner hinreißen, was ihnen eine vorübergehende Festnahme und mindestens eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs einbrachte (wir berichteten in RHEINPFALZ am Sonntag und auf rheinpfalz.de).
Anwohner der Siedlung, durch die der Demonstrationszug genehmigt war, hatten sich zusammengeschlossen und an Häusern und in Höfen – verstärkt von Antifa und IG Metall – „Aktionen gegen Rechts“ gestartet. Von Rockmusik über Tröten, Megafone bis hin zum Kettensägensound reichte das Störpotenzial. Das „Frauenbündnis“ hatte bei mehreren Zwischenkundgebungen unter anderem getönt, „unsere Vernichtung ist auf den Internetseiten der UN und der EU dokumentiert“. Alle Nationalstaaten sollen demnach abgeschafft und multikulti solle nationale Identität vernichten. Nach Polizeiangaben rund 300 Menschen (Veranstalter: 550) marschierten mit dem „Frauenbündnis“, etwa 100 nahmen an der stationären Antifa-Demo in Höhe des Bahnüberganges Lauterburger Straße in Kandel teil.