Kreis Germersheim Bürger brauchen Bus nicht mehr
Der Bürgerbus der Gemeinde Vollmersweiler, den der Fuchsverein für den Schülertransport in Eigenregie durch die Eltern zur Verfügung gestellt hat, wird für diesen Zweck nicht mehr benötigt. Da jedoch Kosten entstehen, die durch die Betriebseinnahmen nicht gedeckt werden, macht sich der Ortsgemeinderat Gedanken über die weitere Verwendung.
„Für mich ist das ein heikler Punkt“, sagte Ortsbürgermeister Roland Kelemen angesichts der jährlichen Kosten in Höhe von 2600 Euro. Aktuell nutzt die Verbandsgemeindeverwaltung Kandel das Fahrzeug und erstattet der Ortsgemeinde pro gefahrenen Kilometer einen Betrag von 35 Cent. Laut Volker Poß (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kandel, wurde der Bus 2015 von Januar bis Juli insgesamt für 4725 Kilometer genutzt. „Wir können den Bus für soziale Zwecke gut brauchen“, sagte Poß. Kelemen schätzt den auskömmlichen Erstattungsbetrag pro Kilometer auf 70 bis 80 Cent. Tanja Scheidt-Sommer regte an, in einer Bürgerversammlung Ideen zu sammeln, ob und wie der Bus in der Ortsgemeinde verwendet werden soll: „Die Bürger haben sich für die Anschaffung eingesetzt, also sollten wir sie vor einer Entscheidung fragen.“ Jürgen Wiggering sieht dies genauso und möchte eine konkrete Aufstellung über die tatsächlichen Betriebskosten. „Auch mir wäre es ganz wichtig, die Spender mit ins Boot zu holen“, ergänzte Kelemen. „Das Ding soll rollen. Die Kosten sind da und es nutzt nichts, wenn der Bus nicht bewegt wird“, sagte Hermann Heil. Poß erklärte, wenn die Verbandsgemeinde den Bus kaufen sollte, müssten alle Ortsgemeinden darauf zugreifen können. So existiert es bereits eine Anfrage aus Steinweiler. „Wir wollen uns den Bus nicht unter den Nagel reißen, aber bevor er nur steht oder veräußert wird, haben wir schon Interesse an einem Kauf“, so Poß. Unabhängig von der weiteren Verwendung des Fahrzeugs stimmte der Ortsgemeinderat einer gelegentlichen Nutzung gegen Kostenerstattung durch die Gemeinde Steinweiler einstimmig zu. Ihren Grünschnitt können die Bürger künftig im lediglich einen Kilometer entfernten Schaidt abgeben und müssen nicht mehr die zehn Kilometer zum Sammelplatz in Kandel zurücklegen. Dafür zahlt die Gemeinde jährlich pauschal 200 Euro an Schaidt. Eine Spende der VR-Bank Südpfalz für den Spielplatz über 250 Euro wurde einstimmig angenommen. Roland Kelemen informierte, dass im September ein Sachverständiger die Bäume auf den Flächen der Ortsgemeinde in Augenschein nehmen wird. Das Baumkataster wird fortgeschrieben. Über Maßnahmen an geschädigten Bäumen muss dann entschieden werden. (ali)