Kreis Germersheim Autoteilen fällt auf dem Land schwer

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Mit einem Info-Abend will die Initiative „Südpfalz-Energie“ in Kandel die Möglichkeiten ausloten, einen weiteren Bereich der Energiewende anzupacken: Die Mobilität in der Zukunft. Die bisherigen Erfahrungen mit der Car-Sharing-Station in Kandel stimmen skeptisch.

Seit Juni 2013 steht in Kandel in Fahrzeug des Karlsruher Car-Sharing-Pioniers „Stadtmobil“. Die Auslastung sei durchschnittlich, sagt Marketing-Leiterin Anja Orth: „Wir wollen die Station auch beibehalten.“ Für „Stadtmobil“ ist das eine erstaunlich defensive Aussage. Denn in Karlsruhe haben die Autoteiler mittlerweile Schwierigkeiten, genügend Stellplätze zu finden. Aber: „Es kann sein, dass wir mit einem zweiten Fahrzeug antreten. Das ist aber noch nicht beschlossen“, sagt Orth. Grundsätzlich habe „Stadtmobil“ allerdings keine Pläne, sich in den ländlichen Raum auszudehnen, so Orth. Der Grund seien die Erfahrungen in einigen Gemeinden, in denen das Interesse grundsätzlich groß schien. Im Alltag aber müssten für ein erfolgreiches Car-Sharing-Angebot zwei Voraussetzungen erfüllt sein: •Die Gemeinde muss mehr als 40.000 Einwohner haben. •Der öffentliche Nahverkehr muss gut ausgebaut und genutzt sein. „Car-Sharing funktioniert nur in Verbindung mit öffentlichem Nahverkehr“, sagt Orth. Damit rückt im ländlichen Raum bei der Suche nach vernünftigen, also vor allem umweltfreundlichen Mobilitätsformen die Frage des Motors in den Vordergrund. Der Informations-Abend der Initiative „Südpfalz-Energie“ in Kandel beschäftigt sich auch mit diesem Themenbereich. Termin Info-Abend „Mobilität in der Zukunft“, Dienstag, 17. November, 19 Uhr, Stadthalle Kandel. Vorträge: E-Mobilität. Gibt es Alternativen zum rein batterie-elektrischen Auto? (Dr. Bastian Chlond, Karlsruher Institut für Technologie), Car-Sharing: ein Beitrag zur nachhaltigen Mobilität. (Doris Löhn-Graumann, Stadtmobil Karlsruhe).

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