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Stefanie Haaks, die ehemalige Hagenbacher Stadträtin, ist seit über 100 Tagen Vorstandsvorsitzende der Kölner Verkehrsbetriebe.
Stefanie Haaks, die ehemalige Hagenbacher Stadträtin, ist seit über 100 Tagen Vorstandsvorsitzende der Kölner Verkehrsbetriebe.

Noch vor einiger Zeit traf man sie im Hagenbacher Stadtrat (SPD) oder auch schnellen Schrittes beim Joggen im Wald. Und richtig schnelle steile Schritte hat Stefanie Haaks nun auch in ihrer Karriere hingelegt. Von ihrer Steuerkanzlei in Hagenbach ging es 2010 als Finanzfachfrau zur Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) Karlsruhe, 2015 als Finanzvorstand zu den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) und seit März ist sie Vorstandsvorsitzende der Kölner Verkehrsbetriebe.

Auch in ihrer Familienzeit mit inzwischen zwei erwachsenen Töchtern war die 52-jährige gebürtige Lübeckerin nicht untätig, sondern nutzte sie zur Steuerfachwirte- und Steuerberaterprüfung. Inzwischen ist sie mehr als 100 Tage im Amt und kann ihre neue Aufgabe, ihre neuen Ziele und ihre neue Lebenssituation für die RHEINPFALZ einschätzen und beschreiben.

Drei wichtige Stationen in neun Jahren – sind Sie selbst überrascht. Was waren die Hauptgründe des Aufsichtsrates Sie nach Köln zu berufen?
Das Verfahren war über eine Personalagentur, die auch mich angesprochen hat sehr professionell. Nach der Vorauswahl konnte man sich der Personalfindungskommission präsentieren. Am Ende hat neben meiner Person an sich gemäß Aussage des Aufsichtsrats-Vorsitzenden mein Engagement im Verband überzeugt. Ich bin Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Verband dt. Verkehrsunternehmen (VDV) und Mitglied im Verkehrswirtschaftsausschuss des internationalen Verbands (UITP).

Frau Haaks, Sie haben die Südpfalz verlassen, wie war die Eingewöhnung persönlich und beruflich?
Ich bin sehr gut angekommen, habe schon diverse Führungen mitgemacht und fange an die Stadt kennenzulernen, sie ist weltoffen, tolerant und pulsierend. Es macht Spaß. In der KVB wurde ich offen und herzlich empfangen, dessen Betrieb und die wichtigen Projekte ich inzwischen kenne. Unter anderem bin ich von der tollen Leitstelle tief beeindruckt.

Die Kölner Presse war höchst beeindruckt, dass Sie selbst Straßenbahn fahren können und wollen. Ist das ein Pressegag? Dafür wären Sie ja wohl überbezahlt. Wie sind Ihre eigentlichen Aufgaben definiert und gibt es viele Gemeinsamkeiten zu den bisherigen Unternehmen?
Bisher war ich für den Finanzbereich, Marketing, Vertrieb, Tarif und IT zuständig. Nun bin ich als Vorsitzende für den Betrieb mit Fahrdienstmanagement und Betriebssteuerung inklusive Leitstelle sowie die Fahrzeugwerkstätten verantwortlich.

Der öffentliche Nahverkehr spielt eine wichtige Rolle mit Blick auf Klimawandel und Luftverschmutzung, auf Ressourcenschonung und Eindämmung des Individualverkehrs. Sind diese Herausforderungen zu schaffen, welche Wege sehen Sie?
Das ist die große Herausforderung für alle Städte und Metropolen. Wir als kommunales integriertes Verkehrsunternehmen sind hierbei der Mobilitätsdienstleister der Stadt Köln und damit selbstverständlich Vorbild für klimaschonende Antriebstechnologie. Unser Ziel ist es bis 2030 unter 10 g/Personen-km CO

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