Kreis Germersheim Auf Wahlkämpfe eingestimmt

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Beim Neujahrsempfang der Südpfalz-SPD am Sonntag in der Neupotzer Polderscheune standen die Genossen dicht gedrängt. Sie hörten den Rednern zu und ließen sich auf die Wahlkämpfe in diesem Jahr einstimmen.

Bevor der Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler ans Mikrofon trat, gab es erst einmal ein spontanes Geburtstagsständchen für einen Ehrengast, Ex-Ministerpräsident Kurt Beck, der strahlend die Glückwünsche entgegennahm. Überhaupt herrschte eine fröhliche, wie manche Redner sogar empfanden, euphorische Atmosphäre. Den Grund dafür sieht Hitschler zuallererst in der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzler-Kandidaten und dem darauf folgenden Aufschwung in der SPD. Als Beweis dafür wurden die gestiegenen Umfragewerte der Volkspartei und die Neueintritte genannt. Im Rückblick auf 2016 wertete Hitschler das Ergebnis der Präsidentenwahlen in den USA als negativ, den Brexit oder den Rechtsruck auch in Deutschland. „Wir wollen nicht zulassen, dass die AFD das Land verändert“, sagte er und rief dazu auf „wachsam zu sein“. Gut gewesen sei für ihn, dass es im Land eine Rekordbeschäftigung gab, sich immer mehr junge Menschen für Demokratie begeistern und sich einbringen wollen. Der Bundeshaushalt habe einen „hohen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet“. Dieses Geld sollten Länder und Kommunen erhalten, um die Infrastruktur zu stärken und auszubauen, die in den letzten Jahren gelitten habe. Zudem sollten Berufstätige wieder mehr Zeit für die Familie bekommen. Denn die vor Jahrzehnten verkündete Parole „Samstags gehört Papa mir!“ gelte immer weniger. Die designierte SPD-Landratskandidatin Nicole Zor stellte sich und ihr Wahlprogramm ausführlich vor. Einerseits bemängelte sie fehlenden Sparwillen im Kreis, andererseits sieht sie ein Defizit im Landkreis bei der Wirtschaftsförderung und beim sozialen Wohnungsbau. Mit der Aussage „Ich habe kein Talent für halbe Sachen“, schloss sie ihre Rede. Jockgrims Verbandsbürgermeisterkandidat, Amtsinhaber Uwe Schwind freut sich, dass die Kommunalpolitiker dieses Jahr „Rückenwind von der Bundesebene bekommen“. Zu Aktionen des CDU-Herausforderers sagte er: „Er hat mich in der letzten Woche in Bezug auf Sperrmüll schon etwas geärgert.“ Dabei spielte er auf den Stil des Gegenkandidaten an (wir berichteten am Samstag). Er, Schwind, trete jedoch nicht gegen das politisch Böse per se an, sondern gegen einen CDU-Kandidaten. Die Landtagsabgeordnete Barbara Schleicher-Rothmund lobte die „starken Reden von starken SPD-Persönlichkeiten an diesem Morgen“. |bic

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