Kreis Germersheim Auf Mission für die Metropolregion

Als „Junge Botschafter der Metropolregion Rhein-Neckar“ (MRN) verbringen Lea Menesklou aus Rülzheim und Johanna Schmitt aus Rheinzabern das Schuljahr 2014/15 in den USA und Spanien.
Wo genau es für sie hin geht, das weiß Lea Menesklou noch nicht. „Es könnte Kalifornien, aber auch Alaska sein“, lacht die 16-jährige Rülzheimerin, die in Germersheim die zehnte Klasse des Gymnasiums besucht. Ihre Mit-Botschafterin Johanna Schmitt weiß dagegen schon ganz genau, wo sie unterkommen wird und hat bereits Kontakt mit ihrer Gastfamilie in Bilbao aufgenommen. Denn eine Frage brannte ihr unter den Nägeln: „Werde ich meine Familie überhaupt verstehen?“ Am Europa-Gymnasium in Wörth hatte die 15-Jährige bisher nur konventionellen Spanischunterricht. Mit Baskisch aber hätte sie wohl ihre liebe Not gehabt. „Aber alles gut, sie sprechen Castellano“, freut sich Johanna. Die Sprache dürfte für Lea auch nur dann ein Problem werden, wenn sie in einem Gebiet mit ausgeprägten Dialekt landen sollte. Dank bilingualen Unterricht beherrscht sie Englisch nämlich recht gut. Sie macht sich eher Gedanken über Heimweh. „Ich nehme zwar mein Handy mit, aber so oft werde ich nicht zuhause anrufen. Man soll ja auch mal ankommen.“ Kontakt in die Heimat werden die beiden Metropolregion-Botschafterinnen aus dem Kreis Germersheim trotzdem halten: via Skype, per E-Mail und mit dem Blog, den sie für die MRN regelmäßig updaten. Letzteres gehört zu ihren Verpflichtungen als Botschafter der Metropolregion. Zwar werden sie in ihrem jeweiligen neuen Zuhause einen normalen Alltag haben und in mit einer von der MRN gestellten Präsentation Mitschüler, Gasteltern, Freunde und Bekannte von den Vorzügen der Metropolregion, insbesondere der Südpfalz, überzeugen. Dazu zählen auch die kulinarischen Vorzüge: Ihren Gasteltern will Lea unter anderem Dampfnudeln servieren. Und umgekehrt hoffen die Mädchen nach ihrer Rückkehr einiges über ihre Austauschländer berichten zu können. Tipps für ihre Nachfolger im kommenden Jahr haben sie aber jetzt schon: „Nach der zehnten Klasse zu gehen empfiehlt sich, weil man dann alt genug ist, um das Heimweh zu überstehen, aber das Schuljahr noch nicht ins Abi zählt.“ Und: „Einfach locker und offen sein!“