Kreis Germersheim Auch der „Baucoach“ wartet auf Besucher

Der Parkplatz vor der Bienwaldhalle war an diesem Samstagnachmittag nur spärlich gefüllt und auch im Inneren hielt sich der Andrang stark in Grenzen. Dabei lohnte es sich durchaus vorbeizuschauen, denn wo sonst die Handballer des TV Wörth um Punkte kämpfen, standen am Wochenende rund 40 Messestände parat, um beim diesjährigen Bausalon die Besucher zu den Themen Bauen, Wohnen und Energie zu informieren.
„Man sieht auf solchen Messen immer wieder tolle Sachen“, sagte Monika Geissler, die gemeinsam mit ihrem Mann Klaus gekommen war. Das Ehepaar aus Wörth verband in diesem Fall das Angenehme mit dem Nützlichen. Denn einerseits nutzen sie das schöne Spätsommerwetter zu einem Spaziergang, andererseits holten sie sich Anregungen zum geplanten Umbau am eigenen Grundstück. „Wir wollen einen neuen Zaun und ein neues Eingangstor“, erklärte Geissler. Zudem könne man die Gelegenheit ja nutzen und eine solche Veranstaltung besuchen, wenn sie schon direkt vor der eigenen Haustür stattfindet, so der Wörther. Ein weiteres Argument zum Kommen war für ihn der kostenlose Eintritt: „Das ärgert mich auf anderen Messen manchmal schon. Die kosten eine ganze Menge Eintritt und die Parkgebühren kommen ja auch noch dazu“. Während sich im großen Innenteil der Halle die Besucher inmitten der vielen Stände beinahe verloren, waren im Foyer die Plätze besser gefüllt. Dort hielten Referenten im extra eingerichteten Vortragssalon Fachvorträge zu ausgewählten Themen. Den Worten von Volker Straß von „aktivimmo Energiesysteme“ zum Thema Photovoltaik und Stromeigennutzung lauschten rund 20 Zuhörer. Unter ihnen war Werner Ortlepp. Er fand das Referat insgesamt „sehr informativ“. Wenn man aber ohne gewisse Vorkenntnisse komme, dann sei man wohl überfordert mit dem vielen Input. Überhaupt sieht er das Thema Photovoltaik eher gespalten. „Man muss da schon ganz genau hinschauen, ob sich das auch wirklich lohnt für den eigenen Gebrauch“. Zurück an den Ständen sah man vor allem eher gelangweilt dreinblickende Aussteller, die vergeblich auf interessierte Kundschaft warteten. So blieb vielerorts als Hauptbeschäftigung die Unterhaltung mit benachbarten Kollegen oder das Spielchen auf dem Smartphone übrig, um die Zeit zu überbrücken. „Bis zur Mittagszeit war es in Ordnung, aber mittlerweile ist der Andrang doch sehr überschaubar“, berichtete Nicole Großhans von der Firma Kern-Haus. Sie hoffte darauf, dass vielleicht noch ein Schwung Gäste gegen Abend komme. Zu einer lustigen Begegnung kam es dann ein paar Meter weiter. „Sie sind doch der Baucoach oder?“, fragte Cilla Klöffer am Stand von eiwa Lehmbau. Mit einem Kopfnicken und einem Lachen bejahte Waldemar Eider diese Frage. Sie kenne ihn aus dem Fernsehen, weil sie immer seine Sendung sehe, erklärte sie ein wenig verdutzt. Eider ist nämlich tatsächlich „der Baucoach“ aus der Sendung „Marktcheck“ im SWR-Fernsehen. An diesem Wochenende war er jedoch nicht als Fernsehdarsteller unterwegs, sondern er betreute den Stand seiner Firma. (cde)