Kreis Germersheim „Astropolis“ adieu

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Am 15. August begann meine dritte und letzte Kinderstadtwoche in „Astropolis“ in Wörth. Die letzte, weil ich nächsten Sommer 13 und damit zu alt bin. Die Kinderstadt ist eine Stadt, in der Kinder arbeiten (natürlich unter Aufsicht der Betreuer), Spielgeld verdienen, sich Sachen oder Essen damit kaufen können und dies eine ganze Woche lang, also von Montag bis Freitag. Die Kinderstadt ist jeden Sommer drei Wochen lang aufgebaut und man kann entscheiden, in welcher Woche man kommen möchte.

Man muss sich vorher natürlich anmelden und einen Beitrag, damit man mitmachen darf. Die Kinderstadt ist immer ein Jahr in Wörth („Astropolis“) und ein Jahr in Germersheim, wo sie dann „Kätschapaso“ heißt. Die Stadt ist für Kinder von 6 bis 12. Ab 16 kann man dann als Betreuer beim Kinderstadt-Organisator IB mithelfen. Ich stand sehr früh auf, da der Bus um 8 Uhr in Germersheim losfuhr. Am Busbahnhof in Germersheim wurde ich von Betreuerinnen begrüßt und bekam ein schwarzes Armband. Dies dient dazu, dass bei dem Einlass in die Stadt, um sich seinen Ausweis und einen Job zu holen, nicht alle (circa 220 Kinder pro Woche) sofort hineinkamen, sondern Farben der Armbänder aufgerufen wurden, die dann in die Stadt durften. Als wir um 8.30 Uhr in Astropolis ankamen, warteten schon viele Kinder darauf, dass die Stadt eröffnet wurde. Ein Betreuer begrüßte uns, brachte uns unseren Stadtruf bei und rief die einzelnen Farben auf. Ich ergatterte mir den Job beim Arbeitsamt, wo unsere Aufgabe war, die Stunden, die ein Kind gearbeitet hatte, auf eine Lohnkarte zu schreiben und ihm seinen Lohn zu berechnen. Pro Stunde bekam ein Kind vier „Astros“, die Währung in „Astropolis“. Natürlich gab es auch andere Jobs, wie zum Beispiel Zeitungsredaktion, die die „Astropolisbild“ produzierte, Bistro, Schreinerei, Hüpfburg, Reisebüro, in dem man Ausflüge kaufen konnte. In unserer Freizeit beschäftigten wir (ich und andere Kinder und zwei Betreuerinnen) uns mit Spielen und damit, unser Mittagessen für die nächsten Tage zu wählen. Es gab immer Essen A und Essen B. Als es dann um halb zwölf hieß, dass es Zeit wäre, unsere Jobschilder abzugeben, da wir uns nach dem Mittagessen neue Jobs aussuchen konnten (außer wenn man einen Tagesjob hatte), unsere Hütte abzuschließen und in das Essenszelt zu kommen. Nachdem wir gegessen hatten, mussten wir bis 13 Uhr warten, da einige noch nicht fertig hatten. Wir bekamen aber Spielsachen, um uns zu beschäftigen. Nachdem alle gegessen hatten, durften wir wieder in die Stadt, suchten uns einen Job und arbeiteten bis 16 Uhr. Dann war nämlich immer die Stadtversammlung, wo wir am Montag die Bürgermeisterkandidaten kennenlernten, die uns ihre Veränderungen erzählten, die sie machen wollten, wenn sie gewählt würden. Dann tanzten wir noch unseren Astropolistanz und fuhren mit dem Bus zurück. Dies lief so die ganze Woche. Highlights waren am Dienstag die Bürgermeisterwahl, in der ein Junge gewählt wurde, der den Lohn auf neun Astros erhöhte, am Mittwoch der Besuch von Mitarbeitern der Firma Genius die mit Daimler zusammenarbeitet, am Donnerstag die Pyjamaparty und am Freitag das Stadtfest, wo ein Theaterstück und zwei Sketche aufgeführt wurden und eine Versteigerung stattfand. Das traurige an der Woche war, dass viele Geschäfte beraubt wurden und somit ihr ganzes Geld verloren. Doch sonst war es eine schöne, meine letzte Kinderstadt. Kinderreporter Ralib Victor Alyase ist 12 Jahre alt, besucht bald die 7. Klasse des Goethe-Gymnasiums in Germersheim. Seine Hobbys sind Lesen, Schlagzeug und Trompete spielen, Youtube-Videos drehen und für die RHEINPFALZ als Kinderreporter schreiben. |ravi

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