Kreis Germersheim
Anzeige der Jäger durch Tierschützer unbegründet
Wie die Untere Jagdbehörde bei der Kreisverwaltung bestätigt, wurde sie am 8 Oktober von Willi Schuppert telefonisch über eine angeblich illegale Müllablagerung informiert. Doch handelt „es sich im vorliegenden Fall weder um eine reine Jagdhütte, noch um eine illegale Ablagerung“, schreibt die Pressestelle des Kreises nun in einer Stellungnahme. Das Gebäude sei Eigentum der Stadt Kandel und als Schutzhütte des ehemaligen Pflanzgartens der Stadt Kandel gewidmet gewesen.
Derzeit werde sie vom Forst und vom Naturschutzverband Südpfalz als Lager genutzt. „Dort lagern auch Gegenstände für die Waldjugendspiele“, heißt es weiter. Vor Jahren habe der örtliche Jagdpächter angefragt, ob die Jäger die Hütte mitnutzen dürfen. „Zum damaligen Zeitpunkt war die Hütte in keinem guten Zustand und wurde von der Jägerschaft renoviert, so dass sie sich nun wieder in einem guten Zustand befindet“, schreibt der Kreis weiter. Ein Teil des Materials auf Bildern, die der Jagdbehörde vorliegen, sei Eigentum des Forstes.
Jäger zu Unrecht in Misskredit
Darüber hinaus legt der Kreisverwaltung zufolge der zuständige Jagdpächter bei der Hütte der Stadt dort auch Müll ab, den er in seinem Jagdrevier vorfindet und einsammelt. Bei entsprechender Menge hole der Bauhof der Stadt Kandel diesen Abfall ab und entsorge ihn fachgerecht. „Diese Vorgehensweise steht somit im Einklang mit umweltrechtlichen, insbesondere abfallrechtlichen Zielsetzungen“, so Landrat Fritz Brechtel und bedankt sich für den ständigen „Clean-up“-Einsatz. „Gerade in diesem Fall wird die Jägerschaft völlig zu Unrecht in Misskredit gebracht“, schreibt der Leiter des Fachbereichs „Umwelt und Landwirtschaft“, Gunther Berdel. Nach Erfahrungen der Jagdbehörde des Kreises „verhält sich die weit überwiegende Anzahl der Jäger ordnungsgemäß“.