Wörth 75 Liter Blut zur Rettung von Menschenleben
„Mit 18 Jahren war ich 1967 zum ersten Mal zum Blutspenden. Ab diesem Zeitpunkt war ich dann jahrelang fast regelmäßig dabei“, erzählt Rudi Schäfer der RHEINPFALZ. Jetzt wurde er für 150 Spenden vom Vorsitzenden des DRK Wörth, Bürgermeister Dennis Nitsche, und der geschäftsführenden zweiten Vorsitzenden Rosemarie Jäger-Wiebelt am Samstag im DRK-Heim geehrt. „Diese hohe Anzahl an Spenden ist schon etwas Besonderes“, sagte sie. Sie kann sich in ihrer langen Tätigkeit beim DRK höchstens an vier oder fünf solcher Spender erinnern. Einer habe bereits über 160 Spenden.
Der 72-jährige Altwörther Schäfer erinnert sich noch gerne an die Anfangszeiten, als die Blutspendeaktionen im alten Rathaus stattfanden. „Da saßen wir nach dem Spenden immer noch in der Clique mit Kumpels zusammen und es gab ’Käse- und Wurstweck’ und Getränke. Das ging dann bis in den späten Abend.“ Inzwischen findet das Blutspenden seit vielen Jahren in der Bienwaldhalle statt, wo für durchschnittlich 100 Spender von den ehrenamtlichen Helfern auch lange gekocht wurde.
Normalerweise werden die Termine zum Blutspenden viermal im Jahr angeboten. „Zwischendurch habe ich zwei, drei Jahre wegen meiner Spätschicht weniger teilnehmen können. Die letzten beiden Jahre habe ich aus gesundheitlichen Gründen gefehlt“ , sagt Schäfer. Seine 150. Spende war schon im Juli 2019. „Coronabedingt konnten die Ehrungen aber nicht in diesem Rahmen erfolgen und finden deshalb erst jetzt statt“, erläutert Jäger. Erfreulich sei aber, dass während der Pandemie einige Erst-Spender neu dazu gekommen sind.
Schäfers Hobbys waren und sind der Fußball und der Gesang. Einige Jahrzehnte war er beim FC Bavaria von der Jugend bis zur AH aktiv. Seit vielen Jahren singt er auch beim MGV Concordia. Er appelliert an die Jugend, dass diese sich auch mehr am Blutspenden beteiligen sollte. Vorsitzender Dennis Nitsche würdigte das Engagement der Blutspender, die seit vielen Jahren einen persönlichen Beitrag zur Rettung von Menschenleben leisten. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es gut zu wissen, dass Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft so ausgeprägt und ein wichtiger Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft sind.“
Ehrungen
Für 75 Blutspenden wurden geehrt: Andreas Hetz, Werner Jung, Pirmin Niederer, Eilert Brinkmeyer, Silvia Zapf, Eckart Uhlmann und Irmtraud Kleber. Für 50 Spenden: Lothar Wirth, Gisela Stöffler, Monika Bay und Patrick Henigin.