Bellheim
35 Eichen müssen weichen
Das beschloss der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig. Am Samstag fand eine Ortsbegehung mit Förster Jürgen Wenzel statt. Die Schäden an den Bäumen, die deren Standfestigkeit beeinträchtigen, seien auf den Klimawandel zurückzuführen, hieß es im Rat. Laut Wenzel ist bereits eine Eiche umgefallen in Richtung eines der dort hinter Maxburgring und Rietburgstraße stehenden Häuser. Zum Glück sei niemand verletzt, nur der Zaun beschädigt worden.
Der Baumschaden sei äußerlich nicht zu sehen gewesen. Untersuchungen bei anderen Bäumen hätten in der Folge ein ähnliches Schadensbild ergeben. Ohnedies bereiteten die teils 150, 160 Jahre alten Eichen in dem Waldstück zunehmend Sorgen. Sie seien mutmaßlich befallen. Wenzel wies darauf hin, dass aufgrund von Sturmholz und Windbruch aus angrenzenden Waldflächen die Verkehrssicherung seit Jahren immer schwieriger werde. Was den umgefallenen Baum anbetrifft, so habe dies die Waldstruktur verändert und neue Windangriffsflächen geschaffen.
Eine Woche Arbeit
Deshalb empfahl der Förster die Fällung von 35 Bäumen. Um Kosten zu sparen, schlug er vor, neben Mitarbeitern des Forstamts auch Personal des Bauhofs hinzuziehen. Zudem müssten eine Hebebühne gemietet werden und ein Bagger, um den Weg freizuräumen. Er hofft, mit drei Mann nach einer Woche fertig zu sein. Wenzel schätzt die Kosten auf etwa 13.000 Euro. Anstelle der zu fällenden Bäume sollen wieder neue gepflanzt werden.
Die Frage des Beigeordneten Hermann-Josef Schwab (CDU), ob die Windanfälligkeit des Waldes am Abenteuerspielplatz ähnlich sei, weil dort ebenfalls einzelne Eichen stünden, verneinte Wenzel. Die Eichen dort seien im Gegensatz zu denen am Kriegerdenkmal gewohnt, alleine zu stehen und entsprechend standfester.