Kreis Germersheim Über Stock, Stein und die Lauter

Finn (links) und Helena (rechts) von der Gruppe „Grashüpfer“ wollen die Lauter überqueren, Luise Magenreuther (Mitte) gibt Hilfe
Finn (links) und Helena (rechts) von der Gruppe »Grashüpfer« wollen die Lauter überqueren, Luise Magenreuther (Mitte) gibt Hilfestellung.

Zum neunten Mal fanden gestern an der Salmbacher Passage bei Scheibenhardt die Bienwaldspiele statt. Von tollkühnen Klettereien über Waldquiz-Spiele bis hin zu Bastelstationen war für die teilnehmenden Kids alles dabei.

110 Kinder aus der Region sind da, um an den 18 Stationen im Bienwald Punkte einzuheimsen. In kleinen Gruppen ziehen sie von Station zu Station und erkunden den Wald. Das macht Spaß, an jeder Ecke lernen die Kinder Neues über Flora und Fauna. Höhepunkt des Parcours ist Station 14: die Lauterquerung. Eine Slackline ist über einen doch sehr breiten Abschnitt der Lauter gespannt, ein weiteres Seil hängt etwas höher, die Kinder (natürlich fachmännisch abgesichert) versuchen teils balancierend, teils hangelnd den Bach zu überqueren – es gibt viele nasse Beine. Ein kleiner Junge verliert auf halber Strecke die Balance, hält sich am zweiten Seil fest und versucht lange und tapfer sich unter den anfeuernden Rufen seine Gruppe wieder aufzurichten, muss dann aber doch vom Stationenleiter „gerettet“ werden. Weitere beliebte Stationen waren das Spinnennetz, bei dem die Kinder eine Strecke überqueren mussten, ohne ein eng gespanntes Seil zu berühren, und der Weitsprung, bei dem sie testen konnten ob sie so weit springen können wie die Tiere des Waldes. „Nach der guten Resonanz der letzten Jahre war es klar, dass es mit den Bienwaldspielen weiter geht“ sagt Manfred Wüst vom Naturschutzgroßprojekt Bienwald. Unterstützer gab es viele: Forstamt Bienwald, Naturschutzverband Südpfalz, Kreisverwaltung Germersheim, Waldaktivgruppe der Südpfalz-Werkstatt , SGD-Süd, Kletterpark Fun-Forest Kandel und die Malteser. Eine Hort-Gruppe aus Schaidt traf sich bereits um 8.30 Uhr, um die Strecke zur Salmbacher Passage mit dem Fahrrad zurückzulegen. Auf die Frage, was ihre Lieblingsstation gewesen sein, sagen sie wie aus der Pistole geschossen: „Das Spinnennetz!“ Nur Melina sagt grinsend: „Ich fand die Lauterquerung am besten...“ – um dann von ihren Freundinnen zu hören, das sie ja auch als Einzige nicht ins Wasser gefallen sei.

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