Kreis Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Zwischenbilanz zum Digitalpakt: Geräte, Kabel, Technik für Schulen

Auch Lehrer erhalten nun iPads als Leihgeräte, um den digitalen Unterricht vorbereiten zu können.
Auch Lehrer erhalten nun iPads als Leihgeräte, um den digitalen Unterricht vorbereiten zu können.

Zuletzt hat der Kreis mit Mitteln aus dem Digitalpakt 310 Laptops und 69 PCs mit Monitoren für die weiterführenden Schulen angeschafft. Was ist bislang in den vier Bereichen des großen Bundesförderprogramms geschehen, und was ist noch geplant?

Der Digitalpakt I soll die Infrastruktur an den Schulen stärken. „Wir sind bei diesem Thema sehr gut dabei, haben die maximale Förderung erhalten“, erklärte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) in der jüngsten Sitzung des Schulträgerausschusses des Kreises. Bei einer Gesamtfördersumme von 3,45 Millionen Euro kommen 3,1 Millionen Euro vom Bund, den Rest trägt der Kreis selbst. Hinzu kommen 2,2 Millionen Euro, die von der Verwaltung zusätzlich im Bereich der Digitalisierung investiert werden sollen. Für das Jahr 2021 stehen rund 1,5 Millionen Euro im Schulhaushalt.

Ihlenfeld hob hervor, dass die schulartübergreifende Arbeitsgruppe „ein Erfolgsfaktor“ gewesen sei. Man habe sich sehr früh mit einheitlichen Konzepten auf den Weg gemacht, sich auf die die Plattform iServe und die Beschaffung von iPads geeinigt. „Das kommt dem Kreis zugute, weil es die Betreuung der Software und die Administration sehr erleichtert“, so der Landrat.

Auch Bauarbeiten begonnen

Viele Geräte wurden schon angeschafft: 178 Anzeige- und Interaktionsgeräte für rund 770.000 Euro, 25 Dokumentenkameras für rund 7400 Euro, IT-Ausstattung wie Maus und Tastatur für rund 31.000 Euro, Tabletkoffer für rund 15.000 Euro und iPads, Laptops, PCs und Monitore für rund 220.000 Euro.

An Schulen haben bauliche Maßnahmen begonnen, um die Infrastruktur herzustellen, die nötig ist, um die technischen Geräte dann auch adäquat nutzen zu können. Arbeiten an der Integrierten Gesamtschule Grünstadt, an der Siebenpfeiffer-Realschule plus und der Fachoberschule in Haßloch sind bereits abgeschlossen, an der Berufsbildenden Schule Bad Dürkheim sollen sie zum Jahresende fertig werden. Für das Jahr 2022 stehen entsprechende Bauarbeiten für das Hannah-Arendt-Gymnasium in Haßloch, das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Bad Dürkheim, die Käthe-Kollwitz-Schule in Grünstadt, die IGS Deidesheim-Wachenheim am Standort Wachenheim und die Realschule plus am Speyerbach in Lambrecht auf dem Plan.

Laut Rolf Kley, der beim Kreis Leiter der Abteilung Rechtsangelegenheiten, Schulen und Kultur ist, wird auch am Leininger Gymnasium in Grünstadt und an der Von-Carlowitz-Realschule plus in Weisenheim am Berg gebaut werden, „hier werden die Kabel im Rahmen ohnehin anstehender Brandschutzmaßnahmen verlegt“, erklärte er.

Professionelle Betreuung

Für den Digitalpakt II hat der Kreis rund 281.000 Euro aus dem Sofortausstattungsprogramm erhalten. „Die Mittel sind schon abgerufen und an die Schulen verteilt“, teilte Kley mit. Im Digitalpakt III werden laut Kley weitere Mittel zur sogenannten Administrationsförderung bereitgestellt. Gespräche mit der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz laufen, „wie die Fördervoraussetzungen sind, damit wir personalmäßig nachsteuern können“, so der Abteilungsleiter weiter. Es gehe darum, professionelle Betreuungsstrukturen aufzubauen. Dazu werden die nötigen Auftragsunterlagen vorbereitet.

Um Leihgeräte für Lehrkräfte geht es beim Digitalpakt IV. Wie Kley berichtete, wurden auch hier nach Empfehlung der Arbeitsgruppe für die Lehrkräfte iPads angeschafft. Die Kosten betrugen knapp 400.000 Euro. Die Geräte sind dem Abteilungsleiter zufolge vor zwei Wochen angekommen und werden nun an die Schulen verteilt. Die Lehrkräfte schließen dafür Leihverträge ab, was über die Sekretariate der Schulen abgewickelt wird, wie Kley weiter erklärt.

Der Ausschuss nahm die Informationen zur Kenntnis, Ihlenfeld versicherte, man werde zu diesem Thema weiter informieren.

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