Kreis Bad Duerkheim Zwei Neubauten für IGS

Unter dem Tagesordnungspunkt „Bauvorhaben“ bei der heutigen Sitzung des Stadtrats Deidesheim geht es unter anderem um die Sanierung und Erweiterung der Integrierten Gesamtschule (IGS) Deidesheim/Wachenheim am Standort Deidesheim. Der Landkreis Bad Dürkheim plant dort den Abriss alter Gebäudeteile und zwei dreigeschossige Neubauten.
Dass die IGS erweitert werden muss, ist spätestens seit Genehmigung der Oberstufe klar. Sie startete mit Klasse elf im Schuljahr 2014/2015; im nächsten Jahr werden somit die ersten Abiturienten die Schule verlassen. Die Baupläne sind ausgerichtet auf eine Anzahl von 730 Schülern, 640 unter 18 und 90 über 18 Jahren. Letztere Unterscheidung ist wichtig für die Anzahl der notwendigen Stellplätze. Laut der Beschlussvorlage, die dem Stadtrat vorliegt, ist die Sanierung in vier Bauabschnitten vorgesehen. Der Schulkomplex besteht derzeit aus einem zweigeschossigen, 70 Meter langen Trakt im Norden (an der Bürgermeister-Oberhettinger-Straße), einem südlichen dreigeschossigen Trakt, 72 Meter lang, und einem zweigeschossigen Zwischenbau. Im Nordtrakt befinden sich unter anderem die Mensa, Werkräume, die Bibliothek und wissenschaftliche Lehrräume, im Süden vor allem Klassenräume. Der südliche Trakt ist bereits durch einen Anbau für weitere Klassensäle erweitert worden. Im Zwischengebäude befinden sich Toiletten, Hausmeisterraum, Sekretariat und Lehrerzimmer. Die Pläne des Landkreises sehen so aus, dass zunächst der Teil des südlichen Traktes, der östlich des Treppenhauses liegt, abgerissen wird. An der Stelle wird ein dreigeschossiger Neubau mit einer Grundfläche von 57 auf 19 Meter errichtet. Dort sollen eine neue Toilettenlage, Mehrzweckräume, Verwaltung und Lehrerzimmer sowie weitere Schulräume unterkommen. Wenn diese bezogen sind, sollen die Reste des alten Südtraktes und das Zwischengebäude abgerissen werden. In einen vierten Bauabschnitt ist ein dreigeschossiger Neubau im Süden mit Klassen- und Lehrräumen geplant. Die Gesamtbaulänge des Südtraktes wird dann 105 Meter betragen. Die Neubauten sollen Flachdächer erhalten. Anstatt des Zwischenbaus sollen der nördliche und der südliche Trakt später nur noch durch einen umbauten und verglasten Steg verbunden werden. Um ein einheitliches Bild zu bekommen, soll auch am Nordtrakt das Satteldach abgerissen und durch ein Flachdach ersetzt werden. Die Verbandsgemeindeverwaltung empfiehlt dem Stadtrat, das Einvernehmen zu dem Bauvorhaben zu erteilen. Zwar werde das Bauvolumen im Südbereich des Grundstückes deutlich erhöht. Das werde aber durch den Wegfall der Satteldächer und des Zwischengebäudes weitgehend kompensiert. |ff