Kreis Bad Duerkheim ZUr Sache: Weitere Fundstücke

Die reiche Dame hatte offenbar auch einen goldenen Fingerring mit Almandin-Steinen als Blütenblätter um einen Glasperlenmittelpunkt getragen. Silberne Schnallen weisen darauf hin, dass eine Wadenbindegarnitur angelegt war. Mit dieser Garnitur wurden Schuhe und Strümpfe miteinander verbunden. Die Scherben eines dünnen Trinkglases, eine große Bronzeschüssel und dünnwandige Keramikschüsseln waren zu Füßen der Toten deponiert. Von der Form her bezeichnet die Restauratorin sie als Knickwandgefäße, wie sie in der Merowingerzeit weit verbreitet waren. Von einem Knochenkamm sind nur Fragmente übrig. Eine Kette aus Bernstein und Glasperlen, in die als Verzierung weiße Glasfasern als sich kreuzende Schlangenlinien und als Punkte eingeschmolzen waren, lag daneben. Zwei weitere Fundstücke wurden nicht ausgegraben, sondern als Erdklumpen eingegipst. Die Restauratorin lässt sie derzeit röntgen. Sie vermutet darin ein Kästchen, oder besser die bronzenen Beschläge, die nicht zerfallen sind. „Außerdem ein langes schmales Eisenteil“, glaubt Hoffmann. „Vielleicht eine Waffe, was aber für ein Frauengrab untypisch wäre.“ (cei)