Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel WwP-Theater: Adventskalender zum Anhören

Freut sich trotz Corona auf die Vorweihnachtszeit: Peter Ruffer.
Freut sich trotz Corona auf die Vorweihnachtszeit: Peter Ruffer.

Mit selbst gesprochenen Adventsgeschichten will das Work-with-People-Theater (WwP) Kindern und Erwachsenen trotz Corona die Weihnachtszeit verschönern, sagt Theaterpädagoge Peter Ruffer. Für den Adventskalender stehen viele Überraschungen und ungewöhnliche Mitstreiter parat.

Adventskalender gibt es viele, aber die Idee des Work-with-People (WwP)-Theaters Haßloch ist etwas anders. In einer Zeit, in der Weihnachtsstücke auf der Bühne wegen Corona gerade auf Eis liegen, verlagern Ruffer und seine Schauspieler ihre Kunst vorerst auf ein neues Feld: „Kunst und Kultur sind längst nicht tot“, sagt der WwP-Vorsitzende, „und das wollen wir zeigen, denn Theater verbindet.“

Wie ein täglicher Podcast soll der WwP-Adventskalender mit 24 Audiodateien für Ablenkung sorgen. „Hinter jedem Türchen verbirgt sich eine wunderbare, immer von unterschiedlichen Leuten gesprochene Geschichte“, so Theaterpädagoge Peter Ruffer.

Das Ganze solle „ein Geschenk für alle Kinder und Erwachsenen sein, die coronabedingt die Vorweihnachtszeit diesmal nicht so erleben können wie sonst“. Besinnlichkeit ist 2020 wahrlich kein leichtes Unterfangen: „Wir wollen darum helfen, dass jeden Tag wenigstens ein paar Minuten wieder etwas unbeschwerter sind.“

Schon 60 Leute wollen mitmachen

Einem kurzfristigen Aufruf Ruffers über Facebook sind schon fast 60 Leute gefolgt. Ein Viertel der Interessenten sind Vereinsmitglieder, aber auch viele „Externe“ sollten motiviert werden, um den Adventskalender bunt zu machen. Ruffer freut sich: „Wir haben sogar Leute aus Stuttgart, München, Dresden und Hamburg dabei.“ Hauptberufliche Schauspieler seien mit darunter.

Die Geschichten sollen entweder auf einem eigenen Youtube-Kanal oder als MP3/MP4-Audiodateien täglich neu erscheinen und über die Homepage des WwP-Theaters sowie über Instagram und Facebook verlinkt werden. „Damit wir sie verwenden dürfen, müssen alle Weihnachtsgeschichten zwischen drei bis fünf Minuten lang und aufgrund des Urheberrechts gemeinfrei sei“, sagt Ruffer. Vorsichtshalber habe das WwP-Theater mit dem Organisationsteam Katerina Gein, Julia Weiermann und Melanie Gaug nochmals bei den ausgewählten Autoren nachgefragt, ob die Werke auch wirklich verwendet werden dürfen.

Aufnahmen werden professionell begleitet

Beim Einsprechen sind die Laien nicht auf sich allein gestellt. Ihnen wird, wenn sie in der Umgebung wohnen, ein Mikrofon vorbeigebracht, mit dessen Hilfe sie ihre Sprachaufnahme professionell übers Smartphone vornehmen können. Die Dozenten des WwP-Theaters begleiten das Einsprechen per Zoom-Videokonferenz am Computer, sie helfen und leiten an. Anschließend wird die Aufnahme am Schnittplatz bearbeitet. Dafür brauchte der Verein laut Ruffer erst noch ein geeignetes Laptop mit speziellen Programmen. Das Mikro wird später gereinigt und desinfiziert weitergegeben, zwei hat das WwP-Theater neu gekauft.

Eine Art „Titelbild“ für den Kalender zu entwerfen, kann der Verein aus Kosten und Zeitgründen spontan nicht leisten, bedauert Ruffer. Das sei schon technisch nicht so einfach umsetzbar. Aber man habe „eine noch schönere Lösung gefunden“: Die Gruppen „Klecks“ und „Mini-Klecks“ des Kinder- und Jugendtheaters am WwP werden in den kommenden Tagen weihnachtliche Bilder für die Homepage oder als Hintergrund der möglichen Videos malen. Und da ein Adventskalender nun mal nur 24 Türchen hat, es aber fast 60 Interessenten gibt, planen Ruffer und seine Helfer groß: „Es wird für Nikolaustag und Heiligabend besondere Überraschungen geben.“

Weil die technische Komponente „nicht ganz günstig“ war, würde das WwP-Theater sich über Sponsoren freuen, sagt Peter Ruffer über die Finanzierung des Projekts. Die Technik werde dafür keine Eintagsfliege sein: „Ab Januar möchten wir unsere Arbeit weiter an die Situation anpassen und ein Musical-Hörspiel mit den unterschiedlichen Ensembles aufnehmen.“ Das sei aber „auch schon vor Corona ein großer Wunsch“ gewesen.

KONTAKT

Wer an den Überraschungs-Aufnahmen für den 6. sowie 24. Dezember mitwirken möchte, kann sich noch bis 20. November beim WwP-Theater Haßloch anmelden. Auch Sponsoren sind willkommen. Kontakt per E-Mail: wwptheater@gmail.com, Homepage: www.wwp-theater.de oder Telefon 0176/64676114 (Peter Ruffer).

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