Gerolsheim
Worauf Ortsbürgermeister Weyer 2021 hofft und sich freut
Was den Ortschef im Corona-Lockdown wurmt, sind die uneinheitlichen Regelungen und die Abweichungen der Länderchefs von zuvor mit dem Bund gefassten Beschlüssen: „Dadurch werden die Bürger verunsichert.“ Stolz ist er auf die Gerolsheimer: „Die Leute hier halten sich an die Vorschriften.“ Voreilige Lockerungen könnten aber nach hinten losgehen, warnt Weyer. „Zuerst muss man das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen.“ Deshalb will er mit den Akteuren im Dorf auch noch keine Termine für Veranstaltungen festlegen, die möglicherweise wieder gestrichen werden müssten: „Wir hoffen, dass im September unsere Kerwe stattfinden kann.“
In ein paar Monaten könnte vielleicht die Neujahrsveranstaltung der Gemeinde nachgeholt werden, „als Jahresempfang mit Ehrungen und viel Dank für die Leute im Dorf, die sich für das Gemeinwohl einsetzen“. Beispielhaft nennt er die Fördervereine für Feuerwehr und Kindergarten sowie die Gruppe „Gerolsheim bewegt sich“. Der kürzlich aufgestellte Bücherschrank am Rathaus werde sehr gut angenommen. Corono-konform könnten sich die Bürger dort jetzt kontaktlos Gelbe Säcke abholen.
Neuer Look für den Bauhof
Investiert habe die Gemeinde im vergangenen Jahr in den Bauhof in der Untergasse 2: „Das Gebäude wurde gestrichen, neue Fenster wurden eingesetzt, die Dächer von Garage und Halle wurden gemacht“, berichtet Weyer. Froh ist er darüber, dass für schnelles Internet Glasfaserkabel verlegt wurden. Ärgerlich sei es jedoch, dass die Schule, der Kindergarten und das Rathaus noch nicht angeschlossen und viele kleine Schäden von den Baufirmen noch nicht behoben seien.
Ein Dauerbrenner ist das Thema Verkehrsberuhigung. Im Rathaus liegen zwei neue Geschwindigkeitsmessanlagen, die bald aufgestellt werden, um Raser auf ihr Verhalten aufmerksam zu machen. Froh ist Weyer darüber, dass in der Hauptstraße zumindest an der Schule Tempo 30 gilt. Der Gemeinderat würde das gerne im ganzen Ort durchsetzen. Weil die Hauptstraße eine Landesstraße und die Hintergasse eine Kreisstraße ist, muss der Landesbetrieb Mobilität (LBM) grünes Licht geben.
Radweg nach Lambsheim kommt in diesem Jahr
Positives gibt es laut Weyer vom geplanten Geh- und Radweg an der K24 nach Lambsheim zu berichten: In diesem Jahr soll endlich Baubeginn sein. Zuerst müsse aber geklärt werden, wie an der Kreuzung K24/L520 der neue Radweg an den bestehenden von Gerolsheim nach Heßheim angeschlossen werden kann. Dort sei eine Böschung zu überwinden.
Im November hat der LBM auf RHEINPFALZ-Anfrage außerdem davon gesprochen, dass noch Entschädigungsfragen zu klären und Interessen der Landwirtschaft bezüglich des Wirtschaftswegenetzes zu berücksichtigen seien. Das Gemeinschaftsprojekt der Landkreise Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz-Kreis wird voraussichtlich 1,8 Millionen Euro kosten.
Mit einem weiteren Dauerbrenner will Weyer ebenfalls endlich vorankommen: mit der Parksituation im Dorf. Er ist sauer: „Viele Leute stellen ihre Autos einfach auf der Straße ab, anstatt sie auf den Grundstücken zu parken. Platz genug hätten die meisten.“ Um das zu ändern, soll Parken nur noch auf gekennzeichneten Flächen erlaubt sein.
In Planung: Kletterturm in Fliederstraße
Zu einem Blickfang mit plätscherndem Wasser soll der alte Brunnen in der Hauptstraße 5 werden. Im nicht weit davon entfernten Kindergarten, der derzeit von 65 Kindern besucht wird, steht der Einbau einer neuen Küche an. Einen neuen Kletterturm soll der Spielplatz in der Fliederstraße bekommen. Und im Bauhof soll das Scheunendach erneuert werden.
Sorge bereite der Zustand des Gemeindewalds im Forstrevier Jerusalemsberg-Leiningerwald. Trockene Sommer und der Borkenkäfer haben den Bäumen zugesetzt. Der Verkehrskreisel Richtung Großkarlbach und Laumersheim werde neu bepflanzt, kündigt Weyer an.