Kreis Bad Duerkheim Werkstatt mit „Rad und Tat“

Mit „Rad und Tat“ gemeinsam Fahrräder reparieren – unter diesem Motto sollen künftig in einer Fahrrad-Werkstatt in Gönnheim Drahtesel für Asylsuchende und Bedürftige in der Verbandsgemeinde hergerichtet werden. Finanziert werden soll das Projekt ausschließlich über Sachspenden.
Die Idee entstand, als Gönnheims Beigeordneter Stefan Heiser die „Fahrradscheune“ in Maxdorf kennenlernte. Das Prinzip: Ehrenamtliche Helfer versorgen Flüchtlinge mit Fahrrädern und reparieren sie gemeinsam mit ihnen. Die Möglichkeit, so ein Stück Mobilität zu schaffen, habe ihn von Anfang an begeistert und bewogen, etwas Derartiges auch für die Verbandsgemeinde Wachenheim ins Leben zu rufen, sagte Heiser. Die Idee der „Fahrrad-Werkstatt“ fiel bei Stefan Rau (Gönnheim), Wolfgang Möller (Ellerstadt) und Peter Hoffmann (Friedelsheim) schnell auf fruchtbaren Boden. Aufgrund der zentralen Lage wurde Gönnheim als Standort gewählt, ein Telefonat mit Ortsbürgermeister Wolfram Meinhardt machte die Nutzung der Räumlichkeit im Bauhof dafür perfekt. Inzwischen hat sich ein ehrenamtliches Orga-Team gegründet, das es als schönen Nebeneffekt empfindet, dass beim gemeinsamen Reparieren zugleich die sprachliche Integration gefördert und eine Begegnungsstätte geschaffen wird. Jugendpfleger Oliver Heil und einige junge Leute vom Gönnheimer Jugendtreff hätten bereits ihre Bereitschaft zur Mithilfe signalisiert, so Heiser. Offizieller Projektstart ist am 23. April von 10 bis 12 Uhr am Gemeindezentrum. Da erst wenige Fahrräder und Ersatzteile zur Verfügung stehen, ist man diesbezüglich auf Mithilfe und Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Gebraucht werden Fahrräder, Helme, Fahrradkörbe, Anhänger und Kleinmaterial für Reparaturen. Es sollten allerdings nur Räder angeboten werden, die noch gebrauchsfähig oder reparabel sind. Wer sie am 23. nicht selbst vorbeibringen kann, kann mit Stefan Heiser (06322 981067) einen Abholtermin vereinbaren. Ansonsten ist jede tatkräftige Person zur Unterstützung willkommen. Geplant ist zunächst, die „Fahrrad-Werkstatt“ einmal pro Monat zu öffnen, wann genau, wird noch bekanntgegeben. (mkö)