Kreis Bad Duerkheim Weinbauverein fürchtet Umwege

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2016 sei aus Sicht der Winzer ein gutes Jahr gewesen, bilanzierte der wiedergewählte Vorsitzende des Dürkheimer Weinbauvereins Jochen Schmitt bei einer Mitgliederversammlung am Mittwochabend im Schönfelder Hof. Probleme sieht der Verein bei der geplanten Erweiterung des Gewerbegebiets Bruch und bei der Schließung einer Bahnschranke in der Friedelsheimer Straße.

„Wir hatten keinen Spätfrost und haben die Kirschessigfliege gut überstanden und bei dieser Thematik hat auch die WhatsApp-Gruppe gut funktioniert“, teilte Schmitt mit. Eindeutig Position bezog der Weinbauverein bei der geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes Bruch. In der Diskussion vertrat die Versammlung die Meinung, dass es bei den angrenzenden Weinanbauparzellen zu einer Frostproblematik kommen könnte. Der Verein bekomme aber im Falle einer beabsichtigten Realisierung des Projektes über die Landwirtschaftkammer die Möglichkeit einer Beteiligung an den Planungen. „Wir würden dann ein Gutachten einfordern und Lösungsansätze erarbeiten“, teilte Schmitt mit. Auch mit der beabsichtigten Schließung des beschrankten Bahnübergangs auf dem Wirtschaftsweg auf der alten Kreisstraße Richtung Friedelsheim durch die Bahn ist der Verein nicht einverstanden. Schriftführer Lutz Heissler erklärte gestern auf Nachfrage, dass die Schließung den Winzern Probleme machen würde. Demnach würde die Nutzung eines anderen, etwas weiter Richtung Wachenheim gelegenen unbeschrankten Bahnübergangs einen Umweg bedeuten. Der Bahn hat der Verein mitgeteilt, dass ein Weg von rund 500 Meter durch die geplante Schließung auf eine Länge von 2,5 Kilometer anwachse. Der Verein sieht Gefahren durch die fehlende Schranke – auch für andere Verkehrsteilnehmer. Außerdem sei der vorgeschlagene Ausweichweg teilweise nicht ausreichend befestigt. Heissler gibt zu Bedenken, dass der Bahnübergang als Alternative zur Brücke am Fronhof II dienen könne. „Sollte diese mal eine Sanierungsfall werden oder gar gesperrt, stünde die Winzerschaft ohne die Alternative K7 vor tatsächlich sehr großen Problemen“, so Heissler. Bei den Veranstaltungen des Weinbauvereins habe es gute Resonanz gegeben, führte Schmitt in der Sitzung aus. Zwölf Dürkheimer Weinbaubetriebe sind 2017 beim Comedy-Festival mit von der Partie. Mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR) sei ein Weinbergrundgang – eventuell mit Wachenheim Beteiligung. In seinem Vortrag zum Thema „Berührungspunkte und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Weinbau und Stadtwerken im Gewässerschutz“ erläuterte Robin Husslein vom DLR, dass es ein Kooperationsprogramm für Wasserversorger und Winzer gibt. Dabei rückt das Thema Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit, insbesondere der Wasserschutz in den Fokus. „2018 kommt eine neue Düngeverordnung“, berichtete Husslein vor dem Hintergrund, dass manche Gewässer durch Nitrate, Phosphat und Pflanzenschutzmittel belastet sind. „Wir bieten den Winzern eine umfassende Beratung an, sprechen Empfehlungen in Sachen Düngung aus und führen auch Blattstiel-Nitrat-Tests durch“, sagte Husslein. Eine solche Kooperation gebe es schon in Maikammer. „Wir prüfen jährlich den Nitratgehalt des Wassers“, betonte Wolfgang Rößler, Technischer Leiter der Stadtwerke. „Es sind zwar leichte Anstiegstendenzen zu verzeichnen, aber der Grenzwert ist noch lange nicht erreicht.“ Schmitt unterstrich, der Verein wolle sowohl mit den Werken als auch mit dem DLR im der Diskussion bleiben. Der Vorstand Vorsitzender Jochen Schmitt, Schriftführer Lutz Heissler, Kassenführer Christoph Hubach, Ausschuss: Rolf Barth, Helmut Darting, Alexander Pflüger und Willi Freunscht. |hör/jpl

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