Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Was Kunden im Ort zum „Heimat shoppen“ sagen

Das Weingut Peter präsentierte am Aktionstag seine Angebote.
Das Weingut Peter präsentierte am Aktionstag seine Angebote.

Der Gewerbeverein Wachenheim hat am Donnerstag zum ersten Mal mit einem Weißwurstfrühstück an den „Heimat shoppen“-Aktionstagen der Industrie- und Handelskammer (IHK) teilgenommen. Mit dem Tag machen Betriebe auf die Einkaufsmöglichkeiten in den Innenstädten aufmerksam. Doch wie stark nutzen Kunden die Möglichkeiten vor Ort in Wachenheim – und sind sie zufrieden mit den vorhandenen Angeboten?

„Ich bin mit den Möglichkeiten, die Wachenheim dem Verbraucher bietet, sehr zufrieden“, berichtet Christiane Wolf vom Gewerbeverein. Zahlreiche Handwerksbetriebe, Weingüter, Einzelhändler und auch das Sektschloss würden ein vielfältiges Angebot unterbreiten. Auch der Wochenmarkt sei wieder lebendiger geworden. Wünschenswert sei, dass sich das Gewerbegebiet Am Alten Galgen weiter ausdehnt, so Wolf: „Dafür benötigen wir Planungssicherheit seitens der Politik und Verwaltung, denn Interessenten gibt es genug.“

Die Vorteile des Einkaufs vor der Haustür sieht sie vor allem darin, dass individuelle Beratung und Service vor Ort möglich seien. Außerdem würden Arbeits- und Ausbildungsplätze gesichert und die Umweltbelastung reduziert. Deshalb ruft Wolf dazu auf, die Gewerbetreibenden in der Verbandsgemeinde, die schließlich ihr tägliches Einkommen generieren müssten, durch das persönliche Kaufverhalten zu unterstützen.

Viele kaufen hauptsächlich in Wachenheim ein

Michaela Peter vom Weingut Peter ist der Meinung, dass zu wenig in der „Heimat“ eingekauft wird. „Ich würde mir wünschen, dass die Wachenheimer ihren Ort noch stärker unterstützen“, sagt Peter. Aus der Sicht von Heike Kuhly vom Sektschloss dagegen werden die ortsansässigen Betriebe sehr wohl unterstützt. „Wir haben viele Wachenheimer Kunden und ich denke, die Sektkellerei ist für viele ein Stück Heimat“, sagt Kuhly. Das sei vor allem auch dann zu beobachten, wenn die Zeit der Touristenströme vorbei sei. Auch sie persönlich nutze das vielfältige Angebot ihrer neuen Wahlheimat.

Elfriede Gleber geht hauptsächlich in Wachenheim einkaufen. „Im Rewe gibt es eigentlich alles, und den Rest kann man im Hofladen im Königswingert, hier auf dem Wochenmarkt, in der Eule oder auch beim Metzger Hambel besorgen“, stellt die Wachenheimerin zufrieden fest.

Veranstaltung zeigt, was im Heimatort möglich ist

Rüdiger Göbel kauft sich jeden Donnerstag ein frisches Fischbrötchen auf dem Wochenmarkt und lobt zudem den Käsestand. „Meine ganze Familie kauft regional ein, denn wir haben hier im Ort fast alles. Die Frage ist nur, ob das Angebot auch genutzt wird“, sagt Göbel, der die Veranstaltung des Gewerbevereins begrüßt, weil sie aufzeige, was in seinem Heimatort alles möglich sei.

Matthias Schirmer, der seinen Arbeitsplatz seit einiger Zeit in den Co-Working- Space „1000 Satellites“in Wachenheim verlegt hat, lässt sich ebenfalls ein Fischbrötchen schmecken. „Für den Großeinkauf fahren wir mit dem Auto in den Bruch, da gibt es auch leckeres Obst und Gemüse. Was fehlt kaufen wir beim Rewe oder dem ortsansässigen Metzger“, berichtet Schirmer.

Lobende Worte findet er für den Wochenmarkt und den Naturkostladen „Die Eule“. Seiner Meinung nach fehle ein „klassischer Bäcker“, der mit einem Spezialitätenprogramm aufwarten könne.

x