Nils erklärt RHEINPFALZ Plus Artikel Was Flecken in der Außenrinde der Platane bedeuten

Gut verwurzelt: die Platane in Grethen.
Gut verwurzelt: die Platane in Grethen.

Neben der evangelischen Kirche von Grethen steht ein großer Baum. Es ist eine Platane. Wenn du ihren Stamm betrachtest, fällt dir sicher etwas auf: Er sieht fleckig und scheckig aus. Dunkle Stellen wechseln mit sehr hellen, die unter der braunen und grauen Außenhülle zum Vorschein kommen. Um den Stammfuß herum liegen viele abgefallene Rindenstücke. Was ist los mit der Pl atane, ist sie krank?

Überhaupt nicht. Was da auf dem Boden liegt, sind Teile der abgestorbenen Rindenschicht. Man nennt diese Außenrinde auch „Borke“. Sie besteht also aus toten Zellen. Bei Platanen ist es völlig normal, dass sie sich stückweise von dieser Schicht trennen. In manchen Jahren machen sie das besonders stark. Die dünne Borke platzt auf und schält sich ab. Man könnte auch sagen, der Baum häutet sich.

Aber warum passiert das? Schau dir den Baum in seiner ganzen Größe an: Er ist im Lauf seines Lebens mächtig gewachsen. Der Stamm wird immer dicker und starke Wurzeln halten ihn im Erdreich fest. Dabei wird die Borke zu eng. Denn mitwachsen kann sie nicht. Bei vielen Baumarten sieht das anders aus. Du kennst sicher die Außenrinde der Eichen. Auch sie wächst nicht mit, aber sie bleibt am Baum. Wenn Eichen älter und mächtiger werden, reißt die Borke auf und zeigt tiefe Furchen. Weil sie dabei aussieht wie ein Netz, spricht man von einer „Netzborke“. Bei der Platane nennt man die Außenrinde wegen der schuppenartigen Muster eine „Schuppenborke“.

Die Borke schützt den Baum vor Gefahren wie Hitze, Austrocknung oder Schädlinge. Deswegen bildet die Platane immer neue Rinde nach.

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