Kreis Bad Duerkheim
Wachenheimer Winzergenossenschaft mit neuer Vinothek und neuer Bar
Die Vinothek hat ihren Betrieb im Dezember aufgenommen, 700.000 Euro hat die Genossenschaft dafür in die Hand genommen. Für weitere 500.000 Euro wird gerade die angrenzende neue Weinbar, die während der Umbauphase von einem Jahr die Vinothek beherbergt hatte, mit etwa 150 Quadratmetern, knapp 60 Sitzplätzen und einer Sofaecke fertiggestellt. Im Außenbereich sollen sich die Gäste an Barriquefässern zum Feierabendplausch treffen.
In der Bar wird es nach Auskunft von Geschäftsführer Albert Kallfelz auch Veranstaltungen mit Live-Musik geben oder regelmäßige After-Work-Partys. Wie in den meisten Lokalitäten in der Gegend holen sich die Gäste ihre Getränke an der Bar selbst. Außer Wein und Sekt können am Tresen auch ein Aperol-Spritz, Cappuccino oder ein Teller mit Antipasti, Oliven und ein Käseschälchen geordert werden. Kallfelz ist dabei wichtig, „dass es unsere Leute machen, damit es in unserer Linie ist“. Außerdem solle keine Konkurrenz zur Gastronomie in der Stadt entstehen. „Gute Weine und eine lockere Atmosphäre“ soll die neue Location nach den Worten des Geschäftsführers auszeichnen.
Wachtenburg im Großformat
Die von den Ruppertsberger Architekten Weisbrodt Rieger geplanten und vom Schreiner Jacobs aus Oftersheim fertiggestellten Räumen vereinen helles modernes Interieur mit den traditionellen Vorstellungen der Wachtenburg Winzer. „Mit dem Neubau der Vinothek wollen wir mit dem aktuellen Zeitgeist gehen, denn Wein trinken, Weingenuss lebt auch mit dem Zeitgeist und mit Emotionen“, erklärt Albert Kallfelz, und ergänzt, dass jetzt alles luftiger, offener und freier sei. Besonders stolz sei er auf das 13 Meter breite und knapp fünf Meter hohe Bild der Wachtenburg, das jeden Besucher auf eindrucksvolle Weise daran erinnert, wem die Genossenschaft ihren Namen zu verdanken hat. Im Hinterkopf habe er den Gedanken, das Bild der jeweiligen Jahreszeit anzupassen und auszuwechseln, sagt Kallfelz.
Die Winzergenossenschaft erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von zehn Millionen Euro und produziert in der Verbandsgemeinde Wachenheim auf einer Anbaufläche von etwa 340 Hektar, die von 56 Familien bewirtschaftet wird, jährlich 2,5 bis 3 Millionen Liter Wein. Angefangen hat die Erfolgsgeschichte der Winzergenossenschaft im Jahre 1900, als 53 Pfälzer Winzer die Genossenschaft „Wachtenburg“ gründeten. Zwei Jahre später entstand die Genossenschaft „Luginsland“. Im Jahr 1969 kam es zur Fusion der Wachtenburg- und Luginsland-Winzer. 1971 wurde mit der Winzergenossenschaft Gönnheim die dritte Genossenschaft ins Boot genommen und seit 1997 tragen die Wachtenburg Winzer ihren heutigen Namen. Am Donnerstag wird die Vinothek mit den Mitgliedern der Genossenschaft bei einer internen Eröffnungsfeier offiziell eingeweiht. „Wir sehen das auch als Dankeschön an die Beteiligten, denn das Ganze ist eine Investition, die von den Winzern mitgetragen wurde“, hebt Albert Kallfelz hervor.