Kreis Bad Duerkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Wachenheimer feiern Burgfest

Die Four Seasons rocken: Bassist Mike Ponzelar heizt ein.  Foto: Franck
Die Four Seasons rocken: Bassist Mike Ponzelar heizt ein.

Herrliche Sommertage auf der Wachtenburg: Das 35. Burgfest lockte am Wochenende wieder zahlreiche Besucher auf die Burgruine.

Bei herrlichem Wetter machten sich auch in diesem Jahr wieder Tausende Besucher auf, um die Wachtenburg zu belagern. Im Gegensatz zu Belagerungen früherer Jahrhunderte waren alle in friedlicher Absicht gekommen und wollten nur ausgelassen feiern. Nach der Eröffnung am Freitagabend konnten die zahlreichen Gäste auf der Wachtenburg den ersten Abend des Burgfestes genießen. Bis kurz nach Mitternacht wurde in der beleuchteten Burg geschlemmt, geschwoft und gelacht.

Am Samstag waren die Sitzbänke bereits vormittags gut gefüllt. Eileen Cornils, die mit Freund Matthias Meschwitz aus Nußloch in der Nähe von Heidelberg angereist war, kam beim Blick in die Rheinebene immer wieder ins Schwärmen: „Das ist heute wie ein Urlaubstag auf dem Balkon der Pfalz“, beschrieb sie ihre Stimmung.

Durstige Besucher beim Weinstraßenerlebnistag

Elsbeth Lucas aus Bad Dürkheim, die sich mit ihrer Schwester aus Wachenheim oben auf der Burg getroffen hatte, genoss den Geschwister-Plausch in Begleitung einer Schorle. „Es ist schön, dass es den Bus-Pendelverkehr gibt, da hatten wir es etwas bequemer“, gab sie augenzwinkernd zu. Klaus Willer aus Ludwigshafen, der mit sechs Freunden beim Palatino-Cross durch die Pfalz radelte, orderte für seine Truppe gerade eine Runde Weißherbstschorle. „Ich bin schon öfter hier gewesen und freue mich immer wieder, wie gut die Burg immer weiter restauriert wird“, gab er anerkennend zu. Auch am Sonntag beim Erlebnistag Deutsche Weinstraße ließen es sich zahlreiche Pedalisten nicht nehmen, auf der Wachtenburg in luftiger Höhe zu einer erholsamen Rast einzukehren, um dann frisch gestärkt die Tour entlang der Weinstraße fortzusetzen.

Als am Montag das Fest mit dem Funzelabend in einer lauen Sommernacht beendet wurde und alle Gäste noch einmal das besondere Flair der von Hunderten Kerzen und Fackeln erleuchteten Burg erleben konnten, zog Dieter Weilacher ein durchweg positives Fazit. „Das war wieder ein super Fest mit unheimlich netten und angenehmen Gästen“, sagte er. Fast alle Plätze seien immer besetzt gewesen, sogar die Mauern um den Bergfried. „Der Erlös des Festes wird für die anstehende Sanierung der Ringmauer Ost verwendet, die den Förderkreis etwa 225.000 Euro kosten wird“, erklärte Weilacher, der sich schon auf die 36. Auflage im nächsten Jahr freue, denn: Nach dem Burgfest ist vor dem Burgfest.

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