Kreis Bad Duerkheim
Wachenheim: Förderkreis investiert 4551 Arbeitsstunden in die Burg
„Dass heute nicht so viele Mitglieder kommen, war uns klar. Es sind doch viele vernünftige Leute zu Hause geblieben“, stellte der Vorsitzende des Förderkreises Dieter Weilacher beim Blick in die nur spärlich besetzten Sitzreihen fest. So lauschten nur etwa 25 Mitglieder seinem Bericht und erfuhren, dass für das Großprojekt, der Sanierung der Ringmauer Ost, die bisher von vier archäologischen Grabungen begleitet wurde, mit nunmehr 606.000 Euro kalkuliert werde. Der Förderverein habe sich mit dem Denkmalamt in Mainz und der unteren Denkmalschutzbehörde – der Kreisverwaltung Bad Dürkheim – dahingehend geeinigt, die freigelegte Ringmauer des Palas sichtbar zu machen. An der Finanzierung wird sich laut Weilacher das Land Rheinland-Pfalz mit 180.000 Euro, die Stadt Wachenheim mit 202.000 und der Förderkreis mit 224.000 beteiligen.
102.289 Arbeitsstunden in Wachtenburg gesteckt
Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen Helfer bei Arbeitseinsätzen auf der Wachtenburg vergangenes Jahr 4.551 Stunden, was die Gesamtmenge der seit der Gründung des Förderkreises im Jahr 1984 geleisteten Arbeitsstunden auf 102.289 erhöht. Kassenwart Willy Bohl verkündete, dass der Förderkreis auf einer gesunden finanziellen Basis stehe. Dazu hätten neben den Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuschüssen auch die Einnahmen bei diversen Veranstaltungen beigetragen, beispielsweise dem gut besuchten Burgfest. So konnte der Verein etwa 62.000 Euro für die laufenden Sanierungsarbeiten zur Verfügung stellen. Auf Antrag von Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU), der die Leistungen des Vereins für die Stadt Wachenheim, die Verbandsgemeinde und den gesamten Landkreis hervorhob und sich beim Förderkreis für die in den letzten 35 Jahren geleistete Arbeit bedankte, wurde der gesamte Vorstand entlastet.
Die mit der Universität Freiburg und dem Landesamt Archäologie Speyer vereinbarten archäologischen Grabungen, die unter Leitung Holger Grönwalds aus Berlin stehen, sollen 2020 fortgesetzt werden. Die fünfte Kampagne soll in dieser Woche beginnen, die sechste soll im Spätsommer folgen. „Ob wir bei den Grabungen wie gewohnt auf die studentischen Hilfskräfte aus Freiburg zurückgreifen können, steht im Moment noch nicht fest“, gibt der zweite Vorsitzende Bernd Geibel zu bedenken und spielt damit auf zu befürchtende Maßnahmen an, die sich aufgrund der Coronakrise abzeichnen. Die für das Ende der Versammlung geplante Ehrung von 13 Mitgliedern, die aufgrund ihrer 25-jährigen Mitgliedschaft im Förderkreis eine Urkunde überreicht bekommen sollten, entfiel, da keiner der Jubilare anwesend war.