Kreis Bad Duerkheim Wachenheim: Ein Café in schönem Wandel

Farbenfrohe Fassade der Wachenheimer Kulturey.
Farbenfrohe Fassade der Wachenheimer Kulturey. Foto: Ladwig

Der Wilde Wein, botanisch „Dreispitzige Jungfernrebe“ genannt, schmückt die Hausmauer des Cafés Kulturey in Wachenheim.

Im Herbst färbt sich die klimmende Pflanze immer mehr in kräftige Gelb- und Rottöne. Vom dichten Laub ausgespart bleiben die vierteiligen Sprossenfenster und ein dekorativer Schriftzug.

Das Gebäude, das in den 1930er Jahren errichtet wurde, war früher eingeschossig und mit einem Pultdach versehen. Nicht nur sein Äußeres, auch der Zweck änderte sich im Lauf der Zeit.

Zunächst Abstellraum, später Büro

Zunächst diente das sogenannte Radhaus als Abstellraum und Schuppen für Fahrräder. Erst später kam das obere Geschoss hinzu. Eine Zeitlang arbeiteten hinter den Fenstern die Bürokräfte eines Baugeschäfts.

Vor 20 Jahren wurde im unteren Radhaus das Café Kulturey gegründet, das aktuell wieder tageweise geöffnet ist und neben Leckereien auch kulturelle Veranstaltungen anzubieten hat.

Dank des schönen Bewuchses wechselt die Hauswand je nach Jahreszeit ihr Aussehen. Mit der prächtigen Herbstfärbung verabschieden sich die Blätter. Im Winter windet sich verschnörkeltes Gezweig um die Fenster, bevor die Jungfernrebe im nächsten Frühjahr neu austreibt.

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