Laumersheim / gerolsheim RHEINPFALZ Plus Artikel Vorhaben Palmberghütte ist nicht vergessen

Ein Europäischer Ziegenmelker. Die Vogelart wird im geschützten Teil des Palmberggebiets vermutet.
Ein Europäischer Ziegenmelker. Die Vogelart wird im geschützten Teil des Palmberggebiets vermutet.

Lange hat man nichts mehr davon gehört, jetzt soll der Bau einer Schutzhütte auf dem Palmberg einen Schritt vorankommen: Landschaftsarchitekten sollen eine artenschutzrechtliche Einschätzung dazu abgeben.

Der aus Kommunalpolitikern besetzte Planungsverband Palmberg unter dem Vorsitz des Gerolsheimer Ortsbürgermeister Erich Weyer (FWG) hat den Auftrag für das Gutachten für 3120 Euro an das Büro Gutschker & Dongus aus Odernheim am Glan vergeben. Das bedeutet: Die Firma schätzt anhand vorliegender Verbreitungsdaten und einer Ortsbegehung ab, ob und welche besonders geschützten Arten in dem Vogelschutzgebiet zwischen Laumersheim und Gerolsheim, in dem die Hütte errichtet werden soll, vorkommen. Dann können im Vorfeld mögliche Konflikte mit dem Bundesnaturschutzgesetz erkannt werden. Das Büro wird in dem Fall Vorschläge für weitere Maßnahmen machen.

Der Planungsverband komme damit bei dem seit Längerem gewünschten Bauprojekt endlich einen Schritt voran, sagt Weyer. 2017 hatten die Politiker erfahren, dass die Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Bad Dürkheim auf einer artenschutzrechtlichen Prüfung des Vorhabens besteht, weil das betreffende Grundstück in der Gemarkung Laumersheim im EU-Vogelschutzgebiet „Haardtrand“ liegt. Dass die beiden Kommunen das jetzt erst in die Wege leiten, hat nach Angaben Weyers mit den fusionsbedingten Veränderungen, den Prioritäten und der vergangenen Personalsituation in der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Leiningerland zu tun.

Verband nimmt jetzt Geld in die Hand

Das Gutachten der Odernheimer Firma soll dem Planungsverband als Entscheidungshilfe dienen: Wenn Aufwand und Kosten für den Artenschutz am Ende zu groß seien, so Weyer, müsse man das Projekt vielleicht ad acta legen. Der Wunsch beider Ortsgemeinden war anfangs ein Weinbergshaus, in dem Veranstaltungen stattfinden sollten. Das hatte keine Chance auf eine Genehmigung. Die abgespeckte Version ist nun ein offener Pavillon mit Aussichtsplattform, in dem Wanderer rasten oder bei Unwetter Schutz suchen können.

Laut Weyer will der Verband diesem Ziel nun näher kommen, die Ausgabe für die Artenschutzprüfung sei ein Muss. Etwaige zusätzliche Kosten soll das Planungbüro dem Gremium rechtzeitig anzeigen und begründen.

x