Gönnheim
Vielleicht auch ein Nachtumzug
Vor genau 35 Jahren hat hier auf der Gänsewiese alles seinen Anfang genommen, der Karnevalsverein „Die Hasebeck“ und ihr närrischer Gruß „Hoppel, hoppel, helau“ wurden in den Räumlichkeiten des Kleintierzuchtvereins aus der Taufe gehoben, berichtete der Vorsitzende Rudolf Nann eingangs. Die „Hasebeck“ waren einer der beiden Fasnachtsvereine, die sich 2006 als „Gönnheimer Fasnachter“ zusammengeschlossen hatten. Von den „Woigorglern“, einer Unterabteilung des TV Gönnheim, ist niemand mehr aktiv, aber der gemeinsame Name ist geblieben.
Bevor sie ihre närrischen Insignien abgaben und sich wieder die gewöhnliche Narrenkappe aufsetzten, verabschiedete sich das Prinzenpaar der Kampagne 2019/20 Alexandra I. und Jürgen I. und wünschte der Nachfolgerin Glück. Es sei „ganz schön stressig, aber auch wundervoll“ gewesen, das Dorf zu repräsentieren, berichtete Alexandra. Sie dankte Verein und Familie für die Unterstützung.
Auch Mutter Silvia Krösche bei Narren aktiv
Erst als sie beim FC Leistadt Fußball zu spielen begann, sei sie „aus sich heraus gegangen und habe sich „dehääm nix mehr sage losse“, wurde Tara von ihrem Bruder scherzhaft vorgestellt, vorher habe sie der Mama eher am „Rockzipfel gehangen.“ Ihre Teamkolleginnen aus Leistadt standen passend bei der Inthronisierung am Bühnenaufgang Spalier. Die 22-Jährige kommt aus einer einschlägig vorbelasteten Familie, ihre Mutter Silvia Krösche ist seit Jahren bei den „Gönnheimer Fasnachtern“ aktiv.
Mit dem diesjährigen Orden knüpfen die Fasnachter an das Jubiläum 1250 Jahre Gönnheim an. Zu erkennen sind die Martinskirche, St. Martin und das Emblem der „Gönnheimer Fasnachter“. Tara verteilte ihren eigenen Prinzessinnenorden mit Bild.
Straßenfasnacht soll stattfinden
Er freue sich, dass es in Gönnheim nach der „langen Durststrecke“ in diesem Jahr wieder eine Fasnacht gibt, meinte Ortsbürgermeister Wolfram Meinhardt (FWG). Früher habe das Dorf an Fasnacht „immer auf dem Kopf gestanden“, erinnerte er sich.
Ob es in 2022 wieder einen Nachtumzug – er findet traditionell am Freitag vor der Fasnacht statt – durch Gönnheim geben wird, sei noch offen, sagte Nann. Man werde die Situation zu Beginn des neuen Jahres beobachten und dann entscheiden. Sicher geben soll es eine Straßenfasnacht, weil man hier die Corona-Regeln einhalten könne, so Nann.
Die jungen Tanzmariechen Sophie, Nele und Loreley Altvater, ein Eigengewächs der Gönnheimer Fasnachter, gaben eine erste Kostprobe ihres zum Teil akrobatischen Könnens.