Elmstein
Verdaasdonk: Möglichst viele Projekte vorbereiten
Angesichts der finanziellen Situation der Gemeinde solle es nur wenige freiwilligen Leistungen geben und die Pflichtaufgaben sollen „effizient und kostengünstig“ erledigt werden, so Bürgermeister Rene Verdaasdonk (SPD). Auch will sich die Gemeinde intensiv bemühen, berufstätige Einwohner zu gewinnen, um die Einnahmen durch die Einkommenssteuer zu verbessern. Geprüft werden soll die Möglichkeit, ein Gewerbegebiet auszuweisen.
Als potenzielle Investitionen werden unter anderem die Umwandlung der Minigolf-Anlage in einen Abenteuer-Minigolfplatz, die Erneuerung des Dachs und eines Teils der Fenster am Elmsteiner Mehrzweckhaus, die Sanierung des Gebäudes des Bauhofs, ein neues Dach für die Wappenschmiede und die Verlegung von Glasfaserkabeln genannt.
30.000 Euro für Dach
Die Erneuerung des Dachs der ehemaligen Wappenschmiede, für die Kosten von rund 30.000 Euro geschätzt sind, sei nicht Aufgabe der Gemeinde, sagte SWG-Fraktionssprecher Stefan Herter im Rat. Dem widersprach Verdaasdonk. Das Gebäude gehöre der Gemeinde, deshalb sei die Gemeinde zuständig.
Unterschiedlich auch die Auffassungen bei der Minigolf-Anlage. Herter kritisierte, der Betrag von 60.000 Euro, der für die Umgestaltung der Anlage vorgesehen ist, sei zu niedrig. Dem stimmte Verdaasdonk zu. Er gehe jedoch davon aus, dass ein Teil der Kosten durch Zuschüsse abgedeckt wird.
Patrick Roth (Roth) sagte, in dem Leitfaden fehle das Thema Elektromobilität, das wichtig für die Zukunft sei. Als ein Beispiel nannte er Elektroladesäulen, für die es immer wieder gute Förderangebote gebe.
Kritik an System der Förderprogramme
Es sei wichtig, für möglichst viele Projekte Pläne zu entwickeln, da es immer wieder Zuschussprogramme gebe, bei denen in sehr kurzer Zeit Anträge gestellt werden müssen, sagte Verdaasdonk. In solchen Fällen sei es hilfreich, wenn bereits Pläne vorhanden sind.
Einig waren sich Herter und Verdaasdonk in ihrer Kritik am System der Förderprogramme. Es sei sehr unübersichtlich, für was es Fördermöglichkeiten und Zuschüsse gibt, und verstärkt sei bei Förderprogrammen die Antragsfrist so kurz, dass die Verwaltung nicht schnell genug reagieren könne.