Nils erklärt RHEINPFALZ Plus Artikel Tierische Landschaftspfleger

Glanrinder werden bei Beweidungsprojekten eingesetzt, hier im Karlstal bei Trippstadt.
Glanrinder werden bei Beweidungsprojekten eingesetzt, hier im Karlstal bei Trippstadt.

Woher das Glanvieh seinen Namen hat.

„Was sind denn das für tolle Kühe!“, ruft meine kleine kesse Schwester Nessy entzückt, als sie drei gelbliche Rinder zwischen den Zwergzebus auf der Raketenstation erblickt. Gemeinsam mit Opa Nörgel sind wir von Neustadt aus den Speyerbach hinuntergeschwommen und dann über eine Wiese gelaufen, um zur Haßlocher Raketenstation zu kommen. „Das ist Glanvieh, eine schöne alte pfälzische Nutztierrasse“, klärt uns Opa Nörgel auf. „Sie entstand am Fluss Glan in der Westpfalz und am Donnersberg in der Nordpfalz. Vor 260 Jahren wurde mit der Viehzucht dieser Rasse begonnen. Vor 63 Jahren gab es etwa 400.000 Tiere davon. Heute sind es nur noch 2000.“ „Das ist aber schade“, murmelt Nessy. „So hübsche Tiere!“. Behutsam nähert sie sich Kuhnibert, dem großen Bullen, um ihn sich aus der Nähe genauer anzuschauen.

„Das Glanrind ist eine sogenannte Dreinutzungsrasse“, erzählt Opa währenddessen. „Es wurde früher von den Bauern zur Arbeit auf dem Feld eingesetzt, darüber hinaus liefert es auch Milch und Fleisch.“ „Na, wenn ich sehe, wie schön sie die Wiesen der Raketenstation kurzhalten, würde ich sagen, dass sie mit dem Job als Landschaftspfleger sogar eine Viernutzungsrasse sind“, meint Nessy.

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