Kreis Bad Duerkheim Tarifverhandlungen: DGB-Regionalleiter ist zuversichtlich

KAISERSLAUTERN. Michael Detjen, DGB-Regionalleiter Westpfalz und Kaiserslauterer IG-Metall-Chef, hat sich im Gespräch mit der RHEINPFALZ zuversichtlich für die Tarifverhandlungen in diesem Jahr gezeigt. Hohe Tarifabschlüsse seien auch gut für die Region, betonte er.
In der Metallbranche, so rechnet Detjen vor, habe die IG Metall in den vergangenen drei Jahren Lohnerhöhungen von insgesamt gut zwölf Prozent erzielt. Bei mehr als 6100 allein in Kaiserslautern gewerkschaftlich organisierten Metallern bedeute das für 2015 zusätzliche Kaufkraft von 28 Millionen Euro. „Wenn man das mal hochrechnet allein auf alle Metaller in der Westpfalz, dann sieht man, wie wichtig solche Erhöhungen für unsere Region sind. Das ist ein ziemlicher Batzen.“ Für 2015 stehen laut Detjen mehrere Schwerpunktthemen auf dem Plan. Das ist zum Beispiel der gerade eingeführte Mindestlohn. Hier seien die Gewerkschaften in der Pflicht, die Umsetzung dieses neuen Gesetzes „zu beobachten, die Leute zu informieren und notfalls Verstöße zu melden“. Um die vielen Fragen zu beantworten, hat der DGB eine bundesweite Hotline unter der Nummer 0391/4088003 eingerichtet. Dass es noch Probleme geben könne – etwa bei der Bewirtschaftung von Hütten des Pfälzerwald-Vereins –, räumt er ein. Jedoch geht er davon aus, dass sich das lösen lassen wird. Weiterhin auf der Agenda: dass bei der inzwischen wieder möglichen Rente mit 63 nicht nachgelassen werde; „auch hier haben wir, wie beim Mindestlohn, wadenbeißermäßig immer wieder an das Thema erinnert, bis es umgesetzt war“. Oder auch die Rente mit 67 immer wieder thematisieren, „die wir für eine Fehlentscheidung halten“. Doch wenn es dabei bleibe, dann müsse man zumindest dafür sorgen, „dass die Arbeitnehmer gesund sind beim Eintritt in die Rente“. (wop/Foto: View)