Kreis Bad Duerkheim Synagoge brennt in Kerwenacht

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Die ehemalige Synagoge der Stadt Deidesheim wurde am frühen Sonntagmorgen bei einem Großbrand stark beschädigt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 200.000 Euro.

Zuerst ging ein Schuppengebäude neben der ehemaligen Synagoge laut Augenzeugenberichten nach einem dumpfen Knall binnen weniger Sekunden lichterloh in Flammen auf. Das Feuer weitete sich auch auf die Synagoge aus und verwüstete deren kompletten Dachstuhl. 13 Menschen aus den umliegenden Gebäuden mussten deshalb evakuiert werden, eine Person kam vorsorglich ins Krankenhaus. Die Einsatzstelle war gestern bis 10 Uhr großräumig von Polizeikräften der Polizeiinspektion Haßloch und Ludwigshafen abgeriegelt. Holger Ferentz, der stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde war die Erleichterung deutlich anzumerken. Dank eines beherzten Einsatzes konnten die 60 Feuerwehrleute einen weitaus größeren Schaden verhindern. Punkt 4.52 Uhr heulten die Meldeempfänger bei den Feuerwehrleuten und binnen weniger Minuten waren die ersten Fahrzeuge an der Einsatzstelle im Herzen der aktuell laufenden Weinkerwe vor Ort. Ebenfalls im Einsatz war der Rettungsdienst sowie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Dürkheim, die mit ihrem Gelenkmast die Löscharbeiten aus der Höhe unterstützte. Schon vor der Anfahrt durch die „Woigass“ waren die meterhohen Flammen zu erkennen. Keine leichte Aufgabe für die Feuerwehr, die sich von allen Seiten den Zugang zum Brandherd verschaffte, um die umliegenden Gebäuden vor weiteren Schäden zu schützen. Sowohl von der Kirschgartenstraße als auch von der Spitalgasse aus bekämpften sie den Brand. Mit mehreren B-Rohren sowohl vom Boden als auch über die Höhe versuchten die Wehrleute unter Einsatz von schweren Atemschutzgeräten schnell die Flammen und die starke Rauchentwicklung einzudämmen. „Unsere Priorität lag zunächst darin, die Personen aus den umliegenden Gebäuden zu evakuieren und die Gebäude vor weiteren Schäden zu schützen“, sagte Ferentz. Immer wieder kam es zu Verpuffungen, was die Arbeiten zusätzlich erschwerten. Erst nach fast fünf Stunden waren die Löscharbeiten beendet. Stadtbürgermeister Manfred Dörr war ebenfalls vor Ort. „Zunächst ist es wichtig, dass die Feuerwehr durch ihr besonnenes Verhalten die Menschen in den umliegenden Gebäuden in Sicherheit gebracht hatte. Aber auch durch ihr behutsames Vorgehen hat sie größere Schäden im Gebäude der Synagoge verhindert“, sagte Dörr nach seiner ersten Einschätzung. Er dankte zugleich den 60 Einsatzkräften, die mit zehn Fahrzeugen vor Ort waren für ihren engagierten Einsatz. Die in Sicherheit gebrachten Nachbarn Personen konnten gegen 8.30 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Um die Fortsetzung der Kerwe nicht zu gefährden, wurden die Ziegeln auf dem Dachstuhl noch gestern Vormittag entfernt und die Brandstelle eingezäunt. Über die Brandursache wurden gestern keine Angaben gemacht. Die Ermittlungen werden derzeit von Brandexperten des Polizeipräsidiums Ludwigshafen sowie des Landeskriminalamtes geführt. Über das weitere Vorgehen bei der Synagoge will Bürgermeister Dörr erst die Ergebnisse der anstehenden Ermittlungen abwarten. |wij

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