Laumersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Straßensanierung: Bürger tragen Großteil der Kosten

Die gewählte Sanierungsvariante ist zwar teurer als andere, dafür erhofft man sich einen langlebigen Straßenaufbau.
Die gewählte Sanierungsvariante ist zwar teurer als andere, dafür erhofft man sich einen langlebigen Straßenaufbau.

Nach intensiver Diskussion hat der Ortsgemeinderat Laumersheim am Mittwoch die Sanierung der Von-Goethe- und Schillerstraße bei sechs Ja- und drei Nein-Stimmen beschlossen. Bei der gewünschten E-Ladestation gab es dagegen einen Rückschlag.

Frank Tomschin von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Leiningerland beantwortete die drängenden Fragen der Gemeinderatsmitglieder in Sachen Straßensanierung, die sich im Wesentlichen um die Vor- und Nachteile verschiedener Sanierungsvarianten drehten. Der Fachmann erläuterte den angezweifelten Sinn eines Geogitters, das alleine rund 35.000 Euro kostet. Es verbessere die Haltbarkeit, weil es Kräfte flächiger verteile und diese dann nicht punktuell auf den mangelhaften Unterbau wirkten. Der würde nämlich durch den Druck beeinträchtigt und dadurch wiederum würde die Deckschicht abplatzen. Er empfahl die 198.500 Euro teure Variante 2 auch aus „haushaltstechnischen Gründen“, schließlich sollten die Straßen „40 bis 50 Jahre halten“. Die Planungskosten würden zuzüglich mit rund 27.000 Euro zu Buche schlagen.

Egal wie nun saniert wird, es müssen wiederkehrende Beiträge herangezogen werden. Das sei nicht, wie vom Rat gewünscht, zu vermeiden, informierte Ortsbürgermeister Arno Wieber (CDU). Er machte eine im Vergleich zur letzten Sitzung berichtigte Rechnung auf: Danach müssen die Bürger 70 Prozent der Gesamtkosten aufbringen. Einzig der Gemeindeanteil (30 Prozent) könne reduziert werden durch einen 60-prozentigen Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes.

Pfalzwerke springen ab

Noch mal von vorne anfangen muss die Ortsgemeinde bei der Errichtung einer E-Ladestation. Die Pfalzwerke haben ihr Angebot zurückgezogen, informierte Ortschef Wieber. Der Energieversorger sei momentan „personaltechnisch“ nicht in der Lage, zum Beispiel einen 24-Stunden-Service zu übernehmen. „Wir werden neu ausschreiben“, so Wieber, der hofft, in diesem Verfahren nun auch weitere Angebot zu erhalten.

Eine neue Idee brachte Beigeordneter Ulrich Wagner (SPD) ins Gemeindegremium ein: Er schlug vor, ein innerörtliches Grundstück mit Zugang zum Schloss, das zum Verkauf steht, zu erwerben. Dort könne eventuell die Kerwe ihren Standort haben, könne ein Spielplatz entstehen usw. Der Idee waren die Ratsmitglieder nicht abgeneigt. Zur Finanzierung müsse jedoch ein Vorhabenplan erstellt werden. Arno Wieber erhielt den Auftrag, hier eine kostengünstige Variante zu finden.

Inwiefern die Gremienarbeit in Laumersheim schleppend verläuft, lesen Sie hier.

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