Lambrecht RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtkernsanierung: Betonpflaster für Gehwege

Erhält eine neue Außenbeleuchtung: die Klosterkiche in Lambrecht.
Erhält eine neue Außenbeleuchtung: die Klosterkiche in Lambrecht.

Zwei wesentliche Entscheidungen, wie das Umfeld der Lambrechter Klosterkirche neu gestaltet wird, standen im Stadtrat an. Die Arbeiten sind Teil des zweiten Abschnitts der Lambrechter Stadtkernsanierung. In einem Punkt gab es Diskussionsbedarf.

Nach einer längeren Diskussion votierte die Mehrheit der Ratsmitglieder dafür, dass auf den Gehwegstreifen, die angelegt werden sollen, sowie auf einer kleinen Parkfläche Betonpflaster verlegt werden soll. Auf dem weiteren Gelände wird Natursteinpflaster verarbeitet. Nach Angaben des Stadtplaners Roland Kettering, Geschäftsführer des Kaiserslauterer Planungsbüros BBP, werden bei der Umgestaltung insgesamt etwa 2670 Quadratmeter Pflaster verlegt. Davon sollen etwa 620 Quadratmeter Betonpflaster sein. Von dem Natursteinpflaster, das derzeit auf einem Teil des Geländes ist, werde man etwa 600 Quadratmeter bei der Neupflasterung erneut verlegen können. Das solle direkt an der Kirche, im Bereich des Brunnens und auf einem kleinen Platz der Fall sein.

Elias Hilgert (FWG) erinnerte daran, dass die Mitglieder des Stadtrats beschlossen hatten, ausschließlich Natursteinpflaster verlegen zu lassen. Er verwies auf die Gestaltungssatzung der Stadt, in der vorgeschrieben sei, in der Altstadt ausschließlich Baustoffe zu verwenden, die historischem Material entsprechen. Dies gelte nur für privates und nicht für öffentliches Gelände, zudem sei es auch privaten Bauherrn nicht verboten, Betonpflaster zu verwenden, entgegnete die für Bauangelegenheiten zuständige Beigeordnete Tanja Bundenthal-Beck (FWG).

Basaltplatten zu teuer

Kettenring empfahl den Ratsmitgliedern mehrfach, die Gehstreifen mit Betonpflaster auszulegen. Betonpflaster sei billiger, rutschfester und könne aufgrund seiner gleichmäßigen Form so verlegt werden, dass es weniger Fugen gebe und dadurch die Sicherheit für Fußgänger höher sei, nannte der Stadtplaner als Gründe für seine Empfehlung. „Es gibt sehr schönes Betonpflaster“, warb Kettenring für seine Empfehlung. Bürgermeister Karl-Günter Müller (FWG) betonte ebenfalls, dass Betonpflaster rutschsicherer sei. „Für mich hat Vorrang, dass die in ihrer Mobilität eingeschränkten Bürger auf Betonpflaster besser laufen können“, sagte Hanne Hartmann (SWG).

Als weitere Alternative diskutiert der Rat, anstelle von Betonpflaster Basaltplatten zu verwenden. Dirk Hedtke (Linke) regte an, zumindest auf dem Gehstreifen entlang der Marktstraße Basaltplatten zu verlegen. Nach Angaben Kettenrings sind diese sehr teuer, geliefert würden sie nur aus China und Indien. Die Lieferzeiten seien sehr lang.

Neues Beleuchtungskonzept

CDU-Fraktionssprecher Andreas Ohler äußerte grundsätzliche Bedenken, dass aus den Fugen zwischen dem Pflaster, unabhängig davon, ob es sich um Natur- oder Betonpflaster handelt, Gras oder anderes Grün herauswachsen könnte. „Das ist Natur“, stellte Kettenring fest. Verhindern könne man das nur, wenn unter das Pflaster Beton komme und die Fugen mit Kunststoff verfülle. Das lehnten die Ratsmitgliedern entschieden ab. Laut Kettenring sollen die Pflasterarbeiten im Oktober ausgeschrieben werden.

Eine weitere Entscheidung trafen die Ratsmitglieder über die Beleuchtung der Klosterkirche und des umliegenden Geländes. In einer Sitzung des Bauausschusses des Gemeinderats war bereits entschieden worden, dass die Klosterkirche mit einer sogenannten Akzentbeleuchtung optisch hervorgehoben werden soll. Maria Baucke, Mitarbeiterin des Licht- und Elektroplanungsbüros Flashaar Ingenieure, informierte, dass an jedem der Joche der Klosterkirche ein Bodenstrahler installiert werde. Außerdem sollen drei Akzentstrahler, die an Stelen von Straßenlampen angebracht werden, den Turm der Klosterkirche beleuchten. Die Akzentbeleuchtung ist warmweiß und kann an kirchlichen Feiertagen in anderen Farben, etwa rot, leuchten. Diese Akzentbeleuchtung wird nach Angaben Bauckes etwa 39.000 Euro kosten. Für die Straßenbeleuchtung entschieden sich die Ratsmitglieder für etwa vier Meter hohe Lichtstelen. Dafür werden nach Angaben von Baucke Kosten von etwa 27.000 Euro anfallen.

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