Kreis Bad Duerkheim Städtepartnerschaft mal anders

Partnerschafts-Traumpaar: die Hofmanns eingerahmt von der Standesbeamtin und den Bürgermeistern Torsten Bechtel und René Pöltl (
Partnerschafts-Traumpaar: die Hofmanns eingerahmt von der Standesbeamtin und den Bürgermeistern Torsten Bechtel und René Pöltl (rechts).

Meist sind Kommunen damit beschäftigt, ihre mehr oder weniger gut gepflegten Städtepartnerschaften mit Leben zu füllen. Die Wachenheimer und die Schwetzinger haben ihre noch frische Partnerschaft mit Liebe gefüllt. Am Wochenende haben sich in Schwetzingen die Wachenheimerin Elisabeth Sachse und der Schwetzinger Adrian Hofmann das Ja-Wort gegeben. Die ersten Gratulanten waren der Wachenheimer Bürgermeister Torsten Bechtel und der Schwetzinger Bürgermeister René Pöltl. „Wir wussten das nicht“, sagt die 30-jährige Braut, die nach der Trauung vom Besuch der Bürgermeister überrascht wurde. Eingefädelt hatten das ihre Schwiegereltern. Die waren zu Bechtel gegangen und hatten ihm von der besonderen Verbindung nur wenige Wochen nach Besiegelung der Städtepartnerschaft erzählt. Bechtel war dann am Samstag nach Schwetzingen gefahren, um mit seinem Amtskollegen das Brautpaar im Schwetzinger Schloss aufzusuchen. Im Gepäck ein besonderes Geschenk: eine Collage des Grafikers Klaus-Peter Deimann. Sie verbindet Wachtenburg und Schwetzinger Schloss miteinander. Ein Motiv, das auch in Wachenheim auf einer Bank zu finden ist, die Wachenheim zur Schließung der Partnerschaft bekommen hat. „Die bekommt einen Platz“, sagt die Braut über das große Geschenk, das mit den Namen des Brautpaars und den Hochzeitsdaten individualisiert wurde. Hängen wird das Bild in Wachenheim, wo das Paar lebt. Begonnen hat die Liebe der beiden aber weder in Schwetzingen noch in Wachenheim, sondern in Stuttgart auf einer Messe. Gefunkt hat es beim Stand der Dürkheimer Firma Scharfenberger, bei der der 32-jährige Adrian arbeitet und der Elisabeth besonders verbunden ist, weil ihr Ur-Opa die Firma einst gründete. So lange verlobt wie die beiden Städte waren die Brautleute nicht. Adrian und Elisabeth brauchten nur fünf Jahre, um zu wissen, das es etwas Festes wird. Wachenheim und Schwetzingen hatten hingegen seit 1953 umeinander geworben, mit anderen Worten, es bestand eine Weinpatenschaft. Das „Traumpaar“, wie die beiden in Schwetzingen genannt wurden, feiert noch einmal kirchlich. Und natürlich – schöner hätten es sich auch die Bürgermeister nicht ausdenken können – dann in unserer Region, in Wachenheim.

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