Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Sozialdienst: 30 Jahre im Dienst für den Menschen

 Geschäftsführer Stephan Moser mit den geehrten Gründungsmitgliedern Stefan Arnold, Doris Weisbrodt, Werner Fenrich und Diözesan
Geschäftsführer Stephan Moser mit den geehrten Gründungsmitgliedern Stefan Arnold, Doris Weisbrodt, Werner Fenrich und Diözesangeschäftsführer Salvatore Heber (von links).

Im Herbst 1992 wurde auf Anregung von Diakon Kiefer im St. Christophorus-Haus der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) im Landkreis gegründet. Am Mittwoch wurde der 30. Geburtstag im Pfarrsaal St. Ludwig gefeiert.

Im neuen Betreuungsgesetz wurde 1992 das Konzept der „organisierten Einzelvormundschaft“ festgeschrieben. Betreuungsvereine wurden ins Leben gerufen, um solche Betreuungen zu übernehmen. „Wir hatten wenig Ahnung von der Materie“, gestand der Vorsitzende und SKFM-Gründungsmitglied Werner Fenrich in seiner Festansprache. Der Start sei schwierig gewesen, weil man mit einigen Dingen einfach überfordert gewesen sei. „Es ging in vorderster Linie um den Menschen, aber immer auch ums liebe Geld“, sagte Fenrich.

Nach zehn Jahren wollte der Verein die Arbeit einstellen. Das sei damals bei einer Jubiläumsveranstaltung der katholischen Betreuungsvereine bedauert worden, berichtete der Vorsitzende. In der Folge habe sich die Unterstützung verbessert, sodass es doch weiterging. 2008 gab es eine große Fotoausstellung in der ganzen Diözese Speyer zu dem Thema, in Bad Dürkheim war sie in der Kreissparkasse zu sehen. Es sei beruhigend, dass man sich dank engagierter hauptamtlicher Mitarbeiter unter Geschäftsführer Stephan Moser „aus dem Tagesgeschäft heraushalten“ könne, meinte Ehrenamtler Fenrich.

Hilfsbedürftige Menschen begleiten

Der Betreuungsverein verkörpere das, was Jesus gewollt habe: Gemeinsam für andere Menschen da zu sein, hob Dekan Michael Paul den christlichen Aspekt dieses Engagements hervor. Das Geburtstagskind sei ein Beispiel dafür, wofür Kirche da sein müsse, betonte er.

„Der SKFM ist uns wichtig“, hatte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) in seinem Grußwort festgehalten, er begleite Menschen, die Hilfe benötigten. Die Unterstützung der Helfer des SKFM sei sehr wertvoll und der Verein ein zuverlässiger Partner, so der Landrat.

„30 Jahre Arbeit für Menschen, die das brauchen, weil sie anders nicht vorankommen“, sagte die Erste Beigeordnete der Stadt, Judith Hagen (Grüne). Diese Arbeit werde aufgrund der demografischen Entwicklung im Land mehr werden, sagte sie. Die Betreuer übten ein sehr anspruchsvolles Ehrenamt aus und sie freue sich, dass der Betreuungsverein in Bad Dürkheim zu Hause sei.

Größtmögliche Selbstbestimmung

Das neue Recht von 1992 sollte den Betroffenen grundsätzlich „größtmögliche Selbstbestimmung“ ermöglichen, erklärte der Direktor des Dürkheimer Amtsgerichts, Daniel Hoffmann, und betonte die Wertschätzung des Gerichts für den Verein.

Man müsse für die weitere Arbeit junge Leute gewinnen und die Ehrenamtlichen schulen, damit sie fit seien für ihre Aufgabe, fand Achim Rhein von der überörtlichen Betreuungsbehörde.

Gründungsmitglieder geehrt

Diözesangeschäftsführer Salvatore Heber zeichnete die Gründungsmitglieder Stefan Arnold, Doris Weisbrodt und Werner Fenrich mit der SKFM-Ehrennadel aus. Für flotte musikalische Begleitung am Klavier sorgte Jens Barth, Edith Brünnler unterhielt mit Geschichten auf Pfälzisch.

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