Kreis Bad Duerkheim Sofort Publikumslieblinge
Am Sonntag gehen sie von 15 bis 18 Uhr noch einmal auf Tour: „Los Wumas“, die zum 600. Wurstmarkt zusammengewürfelte Marching Band, die sich sofort in die Herzen und Rhythmusfüße des Publikums in Schubkärchlern wie Weindorf gespielt hat. DIE RHEINPFALZ hat sie am Vormarkt ein Stück begleitet.
„Nur das Meer fehlt ...“ Nassgeschwitzt und außer Atem tanzt Katharina Josef aus Bad Ems auf der Stelle. Sie ist nicht allein, zum Junggesellinnenabschied hat es die Mädels auf den Wurstmarkt verschlagen. Zusammen mit der Braut in spe hat sich ein Tropf von Neugierigen um die „Los Wumas“ gebildet. Fetzige Rhythmen schallen aus dem „Blech“, das Schlagzeug sorgt für flottes Tempo. Von karibischen Temperaturen und praller Sonne lässt sich die Combo nicht abschrecken. Sie machen Musik, die mitreißt und für gute Laune sorgt. Spielfreude und Herzblut ist ihnen schon anzusehen – und erst recht anzuhören. Sie bringen die Zuhörer zum Gucken, Staunen, Klatschen und Mittanzen. Bekannte aktuelle wie klassische Titel haben sie drauf, für jede Generation ist somit was dabei. Gut als drei Stunden zieht die Gruppe durch die Gänge und Tische, begleitet von Anja Setzkorn und Evi Nels. Im schmucken Dirndl sammeln die beiden eine kleine Spende fürs Ensemble. Schließlich sind einige „Los Wumas“ Berufsmusiker, wenn sie auch zum Glück nicht vom Wurstmarkt leben müssen. Fast jeder wird sofort mitgerissen. Mit den ersten Trompetentönen fangen selbst die Müden und Lahmen zumindest an, mit dem Fuß zu wippen. Die Menge jubelt die tapferen Helden der Hitze, quittiert Beiträge von heute und damals mit Applaus und Zurufen. Eine gewisse Anstrengung kann am Ende dennoch niemand in der Combo leugnen. Andererseits ist es „eine sehr schöne Atmosphäre und neue Erfahrung, als auf der Bühne an einem bestimmten Platz zu sitzen“, sagt Fred Setzkorn. „Ordentlich versorgt“ worden mit kühlenden Getränken seien sie auch, aber beim Schorle muss man bei der Hitze eh vorsichtig sein, wenn die Noten nicht verschwimmen sollen. Zumal Martin Kerbeck seine Trompete mit nur einer Hand spielte – mit der Linken hielt er die Notenblätter. Der Leistadter, im normalen Leben Architekt, ist am Abend noch in den Ständen zu finden. Zwar spielt die Combo da schon eine Weile nicht mehr, doch einer träumt bereits vom Auftritt nächstes Jahr ... |lso/psp