Kreis Bad Duerkheim Sinne für Unfallgefahren schärfen
Premiere in Rheinland-Pfalz: Die Jugendfeuerwehr des Landes veranstaltete am Samstag auf dem Dürkheimer Flugplatz ein Verkehrssicherheitstraining für rund 20 Mitglieder aus der Vorderpfalz.
Geleitet wurde es von der Fahrschule Prenissl aus Mühldorf am Inn. Der Nachwuchs der Floriansjünger konnte so in einer sicheren Umgebung – auf dem Flugfeld in den Almen ist Raum genug – an verschiedenen Stationen lernen, Gefahrensituationen besser einzuschätzen. Da die meisten Teilnehmer erst 17 Jahre alt waren und noch keinen Führerschein haben, wurden sie in den sechs Autos von einem Fahrlehrer begleitet. „Nicht nur Aquaplaning und Vollbremsungen sind hier interessant, die Jugendlichen sollen auch auf kleine, aber entscheidende Dinge wie die richtige Sitzposition und Lenkverhalten achten“, erklärte Bernd Loch, Bildungsreferent und Leiter des Landesjugendbüros. „Sie müssen für ihr späteres Fahrverhalten Unfallgefahren frühzeitig erkennen lernen und sich auch der Verantwortung für sich und ihre Mitfahrer bewusstwerden“, betonte Helmut Steck, Vorsitzender des Förderkreises Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz. Eine „ziemlich frische Übungsstation“ – so beschreibt Michael Prenissl, Entwickler des Trainingskonzepts, seinen Simulator: Mithilfe von „virtueller Realität“ wurde hier der Einfluss von Drogen, Alkohol und Handynutzung auf den Fahrer demonstriert. Um den Unterschied zum „nüchternen“ Fahren aufzuzeigen, wurde jeweils die verlängerte Reaktionszeit ausgerechnet. „Das Training bringt mich auf jeden Fall weiter, außerdem ist es einfach super, dass wir Fahrzeuge gestellt bekommen“, lobte Sezgin Agdingül, der vor Kurzem ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Feuerwehr begonnen hat. „Das Ganze lohnt sich wirklich, es macht Spaß und man nimmt dabei viele Erfahrungen mit. Ich würde das auf jeden Fall noch mal machen“, meinte die 18-jährige Valerie Wolf von der Dürkheimer Feuerwehr. Auch Instrukteur Prenissl kann sich eine Neuauflage in der Region vorstellen: „Eigentlich sollte jeder Fahrschüler die Möglichkeit dazu haben.“