Kreis Bad Duerkheim „Sind keine ,Verhinderer’“

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Einstimmig ja sagte der Friedelsheimer Gemeinderat zum Einzelhandelskonzept der Verbandsgemeinde. Friedelsheimers Bürgermeister Peter Fleischer (FWG) fühlt sich bei der Diskussion um die Ansiedlung eines Einkaufmarktes zwischen den Orten in die Ecke gestellt.

Es sei schon viel diskutiert und geschrieben worden und es sei ihm bekannt, dass es unterschiedliche Positionen zum Thema gebe, hatte Fleischer in einer Stellungnahme formuliert. Aber Aufgabe eines Gemeinderates sei es, für die Bürger die Grundversorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Diese sei in Friedelsheim und Gönnheim nicht gegeben. Nach dem Landesplanungsgesetz stehe die Sicherstellung der Grundversorgung an erster Stelle, vor der regionalen und überregionalen Versorgung, so Fleischer weiter. Seiner Ansicht nach hat es 2014 bereits eine Zusage der SGD-Süd gegeben, dass man einen kleinflächigen Markt ohne Zielabweichungsverfahren bauen könne, diese Zusage sei später zurückgezogen worden. „Wir sind nicht gegen einen Markt in Wachenheim, aber der ist für die regionale Versorgung und damit nachrangig gegenüber dem Markt in Friedelsheim-Gönnheim. Wir sind keine ,Verhinderer’ von Wachenheimer Entwicklungen! Es ist einfach die anderen in diese Ecke zu positionieren. Aber man muss die Prioritäten so abarbeiten, wie sie gesetzt sind. Unser Markt könnte schon lange da sein, wenn die damaligen Entwicklungen weiter geführt worden wären. Dann wäre der Markt in Wachenheim eine gute Ergänzung.“ Ende 2015 habe man in einem Kompromiss zusammengefasst, wie die Wünsche der Ortsgemeinden in Bezug auf den Einzelhandel realisiert werden könnten, sagte Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Weil der Flächennutzungsplan veraltet war, dauerte es bis Juni 2018 bis der Entwurf eines Einzelhandelskonzeptes auf dem Tisch lag, und in einer gemeinsamen Sitzung aller Räte im Februar vorgestellt werden konnte. Der Rat solle sich jetzt klar an die Vorgaben des Planers halten, wie beim Einzelhandelskonzept vorzugehen ist, sagte Beigeordneter Georg Barczynski (SPD). Für Fraktionssprecher Hans Müller (CDU) sollte keine Zeit mehr verloren werden. Letztendlich war der Rat einstimmig für das Konzept.

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