Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Schulleiterin Claudia König bricht zu neuen Ufern auf

Statt Kinder zu unterrichten, wird Noch-Rektorin Claudia König bald in der Lehrerfortbildung tätig sein.
Statt Kinder zu unterrichten, wird Noch-Rektorin Claudia König bald in der Lehrerfortbildung tätig sein.

Im Jahr 2013 hatte Claudia König die Leitung der Wachenheimer Grundschule „An der Wachtenburg“ übernommen. Nun bricht sie wieder zu neuen Ufern auf und wechselt an das Pädagogische Landesinstitut in Speyer, wo sie künftig für Lehrerfortbildung zuständig ist.

Im Referat Primarstufe des Landesinstituts wird die Lehrerfortbildung in Mathematik und Sachunterricht künftig in das Aufgabengebiet der 49-Jährigen fallen. Nach Wachenheim kam die Noch-Rektorin vor acht Jahren aus dem Ruhrgebiet, sie hatte sich seinerzeit auf die Leitungsstelle der Wachenheimer Grundschule beworben. Der Grund: Sie hatte in Landau studiert und in Neustadt ihr Referendariat gemacht, war danach aber aus privaten Gründen nach Nordrhein-Westfalen gewechselt und wollte nun wieder zurück in die Pfalz.

Aus Wachenheim mitnehmen werde sie „ganz viele schöne Erinnerungen“, meinte sie. Sie gehe in der Gewissheit, dass ein „sehr engagiertes Team“ die pädagogische Arbeit an der Grundschule fortsetzen wird. Wachenheim sei zudem eine Kommune, die ihre Schulen vergleichsweise gut ausstatte. Es habe ihr unheimlich viel Spaß gemacht, gemeinsam mit dem Lehrerkollegium pädagogische Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Nachfolger im Herbst erwartet

Obwohl König in ihrer Leitungsfunktion nicht so viele Stunden mit Kindern arbeitete wie ihre Kolleginnen – das Wachenheimer Kollegium besteht nur aus Frauen –, werden es trotzdem die Schüler sein, die sie an ihrer neuen Arbeitsstelle wohl am meisten vermissen wird. Noch ist ihre Stelle an der Wachenheimer Schule nicht neu besetzt, das Verfahren läuft noch.

Bis der oder die „Neue“ kommt, wird Eva Treusch, Rektorin der Grundschulen Ellerstadt-Friedelsheim-Gönnheim, die Wachenheimer Grundschule kommissarisch leiten. König rechnet im Herbst mit der Neubesetzung. Die Leitungsstelle in einer Grundschule sei nicht sonderlich begehrt, erklärte die scheidende Rektorin, oft müsse die Stelle mehrmals ausgeschrieben werden, im Wachenheimer Fall zweimal.

Förderverein hilft mit Luftreinigungsgeräten

Die Corona-Pandemie war und ist für alle Beteiligten „sehr herausfordernd“, so König, sie habe die Schule von Grund auf verändert. Sie und das Lehrerkollegium seien jedoch der Ansicht, dass sie diese Krise ganz gut gemeistert hätten. Zusammen habe man ganz viele neue Unterrichtsformate entdeckt und ausgearbeitet. Es gab tägliche neue Videobotschaften, etwa für den Mathematikunterricht, eine digitale Pinnwand, an die Fotos aus dem Kunstunterricht und Geschichten „gepinnt“ werden konnten.

Dass der Förderverein der Schule Luftreinigungsgeräte für die Klassenzimmer angeschafft hat, hält König für „ganz wichtig“. Stoßlüften sei jetzt im Sommer alle 20 Minuten problemlos hinzubekommen, im Winter kühle das Klassenzimmer aber sofort aus und werde gar nicht mehr richtig warm. Das störe und sei unangenehm. Für König war die prägende Zeit als Schulleiterin „persönlich wichtig“, am schönsten sei die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen gewesen. Sie gehe in der Gewissheit, dass die Schule „auf einem guten Weg ist“ und sie in den acht Jahren ihrer Tätigkeit ihre Spuren hinterließ. Gehen sollte man nicht, wenn man Ärger mit Kollegen oder Kindern hat, sondern dann, wenn es am schönsten ist. Und an diesen Grundsatz habe sie sich gehalten.

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