Kreis Bad Duerkheim Schirmflieger am Wegrand

Startklar sind die kleinen Samen des Huflattichs.
Startklar sind die kleinen Samen des Huflattichs.

Zwischen Ortsausgang Wachenheim und der Rotsteig liegt an der Kreisstraße 16 der sogenannte Aybach Festplatz. Hier folgt man zunächst dem Weg, der in nordöstliche Richtung und Oppauer Haus führt. Mit leichtem Anstieg geht es durch Mischwald. Laubbäume wie Buchen und Eichen zeigen nun wieder frisches Grün. Die Rotbuche treibt früher aus und hat sich schon weitgehend eingekleidet. Aber noch trägt ihr junges Laub die helle Färbung des Frühlings. Durch die unterschiedlich alten Bäume dringt so viel Licht auf Waldboden und Wanderweg, dass der Spaziergänger bei schönem Wetter die Sonne genießen kann. Auch ein hübscher Korbblütler hat hier das Licht eingefangen: Es ist der Huflattich. Bevor der Mai beginnt, sind seine gelben Blütenkörbe schon vergangen. Trotzdem bleibt er eine sehenswerte Erscheinung. Nachdem Insekten für die Bestäubung gesorgt haben – wobei die Pflanze sich auch selbst bestäuben kann – bildeten sich die Samenstände aus. Dem Vorübergehenden fallen sie durch ihre weichen, hellen Haarkronen auf. Als Schirmflieger wird der Huflattich manchmal mit dem Löwenzahn verwechselt. Die Pflanze hat ihren Namen übrigens von der Hufform ihrer Blätter, die erst nach der Blüte erscheinen. Der zweite Namensteil kommt vom lateinischen „lapaticum“, ein früher für großblättrige Pflanzen verwendeter Begriff. Als Pollen- und Nektarpflanze ist der Huflattich für Insekten wichtig, ebenso als Futterpflanze für die Raupen mehrerer bedrohter Schmetterlingsarten. An einer bald folgenden Weggabelung bietet sich nach rechts ein Besuch im Naturfreundehaus Oppauer Haus an. Hält man sich links, kommt man nach mehreren Wegbiegungen an den bekannten Rastplatz „Weißer Stein“. Groß ist die Auswahl von Wegen an dieser beschaulichen Kreuzung. Wer von hier zurückgehen will, folgt der Markierung des weißen Balkens mit schwarzem Punkt. Auf dieser Strecke geht es ebenfalls durch Mischwald. Zwischendurch gibt es schöne Ausblicke auf die andere Seite des Wachenheimer Tals. Dort erheben sich die dicht mit Kiefern bewaldeten Berghänge. Zuletzt kommt man auf eine Wegkreuzung, wo man auf die Markierung des gelben Balkens trifft. Sie führt über einen absteigenden Fußweg zum Ausgangspunkt zurück.

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