Kreis Bad Duerkheim „Schätze“ heben

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Seit anderthalb Jahren ist Torsten Bechtel nicht nur der Bürgermeister der Stadt, sondern auch der Verbandsgemeinde Wachenheim. Seine Arbeit als Stadtbürgermeister habe das nur vereinfacht, findet er. Ruhiger sei er jetzt, in der Doppelrolle nutze er außerdem „Synergieeffekte“. Einen Bebauungsplan, den er als Verbandsbürgermeister schon gelesen hat, muss er eben als Stadtbürgermeister nicht noch ein weiteres Mal lesen. Und so kommt die Frage nach einer möglichen – dann dritten – Kandidatur im Jahr 2019 für ihn zwar ein bisschen früh, aber: „Stand heute gibt es keinen Grund, etwas zu ändern“, sagt er. Was sich ändert, ist der Termin für den Empfang für die Wachenheimer. Das ist ein Überbleibsel aus dem Jubiläumsjahr. Der Empfang – sonst in Wachenheim traditionell im Frühjahr – war vorverlegt worden, um einen zeitigen Start ins Feierjahr zu ermöglichen. Der Termin sei gut angekommen, so Bechtel. Und so feiern die Wachenheimer auch 2017 im Januar – am letzten Wochenende. Was sonst noch bleibt aus dem zurückliegenden Jubiläumsjahr? Der „Zusammenhalt“, findet Bechtel, viele gesellschaftlichen Gruppen hätten sich engagiert. Es habe neue Impulse gegeben. Beispielsweise das Fest „Wachenheimer Unterwelten“, das weiterbestehen soll. Aber auch für die Außenwirkung seien die Feierlichkeiten ein Fortschritt gewesen. Wachenheim, so Bechtel, sei bislang vielleicht „nicht so gesehen worden, wie es eigentlich ist“: als Ort mit vielen engagierten Bürgern. „Da sind fünf Jahre auch zu wenig“, ist eine Wendung, die im Gespräch immer wieder fällt. Projekte bräuchten ihre Zeit, so Bechtel. Was jetzt sichtbar würde, sei oft vor fünf oder sechs Jahren begonnen worden. Sichtbar werde derzeit die Stadtsanierung, findet Bechtel. Einiger private Hauseigentümer haben die Zuschüsse und Steuervergünstigungen des Projekts Historische Stadtbereiche schon in Anspruch genommen. Andere haben für kleinere Arbeiten bis 1000 Euro aus dem Stadtgestaltungsfonds erhalten. Bechtel spricht von „Schätzen in der Innenstadt“, die jetzt gehoben werden. Das Programm läuft länger als jede Wahlperiode und wird den Wachenheimern noch bis 2024 erhalten bleiben. Länger als eine Wahlperiode zurück reicht die Auseinandersetzung über das Wachenheimer Pfortenstück. Schon vor der letzten Wahl im Mai 2014 gab es die Pläne, die Pforte nach den jetzigen Plänen mit Wohnhäusern zu gestalten. In der jetzigen Periode rollten die Bagger an, im Sommer 2017 sollen die ersten Bewohner einziehen. Damit verknüpft seien auch die Gespräche der Stadt mit der Besitzerin der Pforte, Bettina Bürklin-von Guradze. „Es ist klug, behutsam vorzugehen“, sagt Bechtel. Nach der Pforte könne dann auch mit der Planung der Ringstraße begonnen werden, auch hier gehören dem Weingut Dr. Bürklin-Wolf Flächen und Liegenschaften. Die Entstehung von Geschäften, Parkplätzen, Gaststätten oder Ähnliches an dieser Stelle ist seit Jahren angedacht. „Das ist eine Chance für die Stadt“, sagt Bechtel, „ich bin optimistisch, dass wir eine Lösung finden“. Sollte es keine Einigung geben, so könnte auch eine „kleine Lösung“ nur mit stadteigenen Flächen geschaffen werden, „was ich nicht glaube und hoffe“, so Bechtel Beim geplanten Neubaugebiet Schwabenbach herrscht derzeit eine Pause, weil erst der Flächennutzungsplan auf den neusten Stand gebracht werden muss. Wohl im März kann der Bebauungsplan laut Bechtel zur Genehmigung dem Kreis vorgelegt und mit der Umlage begonnen werden. Das Zielabweichungsverfahren, das für die Ansiedelung eines Supermarktes im Bischofsgarten nötig ist, liegt derzeit aus gleichem Grund auf Eis. Das Verfahren kann nach Bechtels Einschätzung ab März wieder bearbeitet werden. Dass noch mal kleine Ausbesserungen aufgrund neuer Entwicklungen eingearbeitet werden müssen, sei nicht auszuschließen. „Ich hoffe es nicht, es kann passieren.“ Dass Rewe seinen bestehenden Markt in Wachenheim sichtbar saniert hat, sei ein weiteres Zeichen an die Bürger, dass der alte Standort nicht gefährdet sei, so Bechtel. Zur Serie Seit der Kommunalwahl 2014 sind zweieinhalb Jahre vergangen, die Ortsbürgermeister haben in ihrer Amtsperiode gerade „Bergfest“ gefeiert. In unserer Serie haben wir mit ihnen Halbzeitbilanz gezogen.

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