Kreis Bad Duerkheim Sauber genug für „Luftkurort“

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Wichtiger Bestandteil der Tourismuswerbung in Deidesheim ist neben Wein, Gastronomie und Wald auch das gesunde Klima. Das Mandeln und Feigen reifen lässt, aber urlaubenden Städtern auch Gelegenheit zum „Durchatmen“ bietet. Das ist nicht nur ein Klischee. Deidesheim erfüllt die lufthygienischen Voraussetzungen für das Prädikat „Luftkurort“ auch weiterhin.

Ein Gutachten des Deutschen Wetterdienstes bescheinigt dies der Stadt. Will eine Gemeinde dieses Prädikat behalten, ist alle zehn Jahre eine Untersuchung fällig. Ein ganzes Jahr lang wurde in Deidesheim gemessen. Und zwar an zwei Stellen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen: Einmal an der Deutschen Weinstraße mit ihrem Verkehr, zum anderen am Freibad; abseits der Durchfahrtsstraße und in Waldrandnähe. Gemessen wurden grobe Staubteilchen, „schwarze“ Grobstaubpartikel, Feinstaub, Ruß, Blütenpollen und Stickstoffdioxid. Die Messungen ergaben, dass die mittlere Staubkonzentration an der Weinstraße etwa halb so hoch war wie der maximal erlaubte Wert (13,4 Mikrogramm, gegenüber 28 Mikrogramm). Am Freibad betrug die Staubkonzentration 8,6 Mikrogramm, der dort zulässige (niedrigere) Höchstwert wurde zu 66 Prozent erreicht. Beim Feinstaub wurde der Richtwert zu 50 Prozent ausgeschöpft (9,9 Mikrogramm), beim Ruß im Feinstaub zu 41 Prozent (0,7 Mikrogramm). Die zulässigen Stickstoffdioxid-Werte wurden an beiden Messstellen deutlich unterschritten. Für die Werbung ist das Ergebnis wichtig. Aber auch als „Standortbestimmung“, meint Stefan Wemhoener, Geschäftsführer der Tourist Service GmbH Deidesheim. Was die Stadt beeinflussen kann, um die Luftwerte zu verbessern, ist der Verkehr. D Ein ruhig fließender Verkehr produziert weniger Lärm und weniger Abgase. Ein in Deidesheim schon lange diskutiertes Thema ist auch die komplette neue Ausschilderung von Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Beherbergungsbetrieben und Parkplätzen. Sie soll den Suchverkehr im Ort verringern. Das ist bisher an den Kosten gescheitert. Insgesamt, so glaubt Wemhoener, werden Themen wie Klimafreundlichkeit und Umweltschutz im Tourismus an Bedeutung zunehmen. Nicht mehr benötigt wird ein Prädikat wie „Luftkurort“, wenn eine Tourismusgemeinde einen Gästebeitrag (bisher: Kurtaxe) erheben will. Ob Deidesheim einen solchen Beitrag von seinen Gästen erheben sollte, wird seit längerem diskutiert und nach Auskunft Wemhoeners geprüft. |ff

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